Hands on: Zeiss Milvus 2/50M & Milvus 2/100M

SLR-Spezialisten: Die Makromilane aus Zeiss‘ Milvus-Linie.

Ich habe es bereits im Artikel „Hands on: Everything in 2015“ angedeutet: Es gibt da noch „Altlasten“ aus dem letzten Jahr, die artikelmäßig verbraten werden wollen. Die letzten beiden Milvus-Objektive gehören dazu. Heute schiebe ich sie also noch nach und muss – als wenn es nicht schon kompliziert genug wäre – noch etwas korrigieren.

Denn die Fotos vom Milvus 2/50M unten haben manche von euch vielleicht schon gesehen. Ich habe sie nämlich fälschlicherweise schon im letzten Milvus-Hands on gepostet. Grund war eine noch fehlerhafte Info in den EXIF-Daten nach denen ich die Bilder gefiltert hatte. Und die wiesen die Fotos ebenfalls als 1.4/50er aus.

Wer sich für die 50er-Brennweiten der Milvus-Familie interessiert, macht also folgendes: Er liest und sieht hier über die Makro-Variante 2/50M. Und er liest im letzten Artikel über das 1.4/50er Milvus und schaut sich die nachträglich eingepflegten Bilder dazu an. Wer immer brav mitgelesen hat, findet dort nun also auch noch neue Bilder, die er nicht kennt (vornehmlich aus dem Porsche-Museum in Stuttgart).

Sorry für die Verwirrung!

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Die Familie

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Insgesamt treten sechs Modelle zum Start der Objektivfamilie an:

  • Milvus 2.8/21 – Das Weitwinkelmodell
  • Milvus 2/35 – Die Reportagebrennweite
  • Milvus 1.4/50 – Die Standardbrennweite
  • Milvus 1.4/85 – Der Porträtspezialist
  • Milvus 2/50M – Irgendwo zwischen Allround und Makro
  • Milvus 2/100M – Porträtbrennweite und Makrospezialist

Eindruck

Auch an dieser Stelle kann ich nochmal auf die letzten Artikeln zu den anderen Milvus verweisen. Denn der Eindruck ist auch hier im Grunde derselbe: Glatt, minimalistisch, elegant und vor allem mit angesetzter Streulichtblende gutaussehend. Die Objektive, nicht die Fotos… :)

Das 2/50M ist sehr kompakt. Das täuscht wie üblich allerdings etwas über sein Erscheinungsbild hinweg, denn mit rund 700 Gramm ist es nicht gerade leicht. Das 2/100M vermittelt schon deutlicher, was ihn ihm steckt. Es ist mit knapp 12 Zentimetern Länge eines der größten Milvus und mit rund 800 Gramm auch relativ schwer. Dafür ist es schmaler als das Optik-Schwergewicht mit 85 Millimetern.

Eigenschaften

Ich gebe es ehrlich zu: ich habe mit dem 50er Makro nicht allzuviel fotografiert. Der Grund ist praktischer Natur: Man kann es natürlich auch als Standardbrennweite nutzen, doch mit dem 1.4/50 hat Zeiss eine lichtstärkere und damit für mich attraktivere Alternative im Portfolio. Möchte ich tatsächlich in den Makrobereich gehen, dann ist das 2/100M die bessere Wahl für mich. Auch als Porträtbrennweite.

Denn der Bildeindruck ist vor allem bei letzterem einfach traumhaft. Die Motive wirken nicht nur dicht, sie bekommen sogar einen malerischen Eindruck. Das Bokeh verschwimmt zu einer Leinwand aus Flächen und Farben, was das Freistellen eines Motivs zu einem richtigen Vergnügen macht.

Wie man an den Bildern hier im Artikel sieht, habe ich das 100er Milvus tatsächlich auch vornehmlich für Porträts eingesetzt. Bei einem minimalen Fokusabstand von 44 Zentimetern hat man auch hier eine Menge Freiheiten zwischen Bildern mit halbem Körper oder Close-Ups.

Hinweis: Alle Bilder oben sind mit dem Milvus 2/50M entstanden. Alle Bilder unten mit dem Milvus 2/100M.

Performance

Die Kombination aus Brennweite und Lichtstärke (bzw. der Linsenkonstruktion) machen das 2/50Mer zum derzeit lichtstärksten 50-Millimeter-Makroobjektiv auf dem Markt. Wie üblich ist es bei Offenblende nicht am schärfsten, schafft aber nahezu jede Sensorauflösung fast komplett in Details umzusetzen, wenn man es etwas abblendet.

Verschiedene Blendeneinstellungen des Zeiss Milvus 2/100M im Vergleich.
Verschiedene Blendeneinstellungen des Zeiss Milvus 2/100M im Vergleich.

Praktisch dasselbe gilt für das 2/100M: Es ist das derzeit lichtstärkste 100-Millimeter-Makroobjektiv. Es schwächelt leicht bei Blende f2, wird jedoch spätestens bei f8 (schöne Schärfentiefe im Makrobereich und optimal bei Porträts) extrem scharf.

Fazit

Und auch die beiden Makro-Spezialisten in der Milvus-Familie sind praktisch uneingeschränkt zu empfehlen. Zeiss hat es geschafft, eine ganze Objektivserie aus dem Boden zu stampfen, die sich preislich mit der Konkurrenz messen kann und dabei Hersteller-typische Qualitäten bietet: Etwa hohe Schärfe über einen weiten Brennweitenbereich hinweg und einen dichten Bildeindruck, den andere nur mit Mühe im selben Bereich schaffen.


Mehr!

  • Die Bilder oben kann man sich hier in Originalauflösung anschauen: Zeiss Milvus 2/50M & Milvus 2/100M
  • Weitere voll aufgelöste Bilder zu meinen Hands On-Berichten sind hier zu finden.
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