imagination [KW41/2015]

Stop-Motion-Videos hatte ich schon mehrere als Video der Woche. Heute kommt noch eines hinzu, denn es glänzt mit Fantasie trotz harter Arbeit, die dahinter steckt.

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„imagination“ erinnert vom Stil her frappierend an alte Musikvideos von Peter Gabriel. Es folgt der Fantasie eines Kindes und verlockt mit schönen Ideen und aufwendigen Umsetzungen. Zur Realisierung setzten die Macher von PermaGrinFilms eine ganze Batterie von Techniken ein: stop-motion, bullet-time, time-lapse, time-slice und etwas, das sie „lyric lapsing“ nennen. Das gesamte Video besteht aus Einzelaufnahmen und da auch gesungen wird, müssen die Lippenbewegungen an diese einzelnen Fotos angepasst werden. Allein das ist eine Menge Arbeit, denn man muss den Song in einzelne Frames zerlegen, auf die Framerate des zu drehenden Films anpassen und im jeweiligen Bild die entsprechende Mundbewegung machen.

Insgesamt veranschlagte das Team rund 60 Drehtage, was schon eine Menge ist. Aufgrund der Schulzeit des Hauptdarstellers, Kai Burich – dem Sohn eines der Macher, dehnte sich die ganze Produktion auf insgesamt anderthalb Jahre. Sie begann im Jahr 2013 und erlebte damit auch die „4k-Revolution“ mit, was die Produzenten einbauten und ihnen ermöglichte, noch mehr umsetzen zu können. Zum Beispiel mit 4k-fähigen GoPro-Kameras, die sie auf einer Schiene montierten, um Bullet-Time-Effekte zu realisieren.

Technisch waren sie gut ausgestattet – mit einer RED Epic, einer Canon EOS 5D Mark III und mehreren GoPros. Im Video sind viele unterschiedliche Locations zu sehen, einige Sets bauten sie auch selbst, wie zum Beispiel das Zimmer des Jungen.

Sie wollten, dass man durch das Fenster die Sterne sehen konnte, was schwierig war, denn das Zimmer war in einer Garage aufgebaut worden. Also installierten sie hinter dem Fenster einen großen 4k-Fernseher, auf dem sie zeigen konnten, was sie brauchten. So sieht man dann später auch den Jungen durch das Fenster an einem Strand stehen – auch dies musste extra gedreht und dann lippensynchron an der richtigen Stelle wieder abgespielt und erneut aufgenommen werden.

Wieviel Arbeit in dem Projekt steckt, kann man auch daran sehen, wie unheimlich viele Dinge sich in den einzelnen Sequenzen bewegen. Und für jede Bewegung ist bei Stop-Motion nunmal ein einzelnes Foto nötig.

Ich finde „imagination“ schon sehr beeindruckend und ihr? Eine Frage konnte ich aber noch nicht klären: Wie haben sie es nur geschafft, ein lebensgroßes Ecto-1 zu bekommen?

PermaGrinFilms hat auch ein Behind-the-Scenes-Video veröffentlicht und den Song kann man sich kostenlos herunterladen.


Mehr!

  • imagination (Link) ist das Video der Woche vom 05.10.2015 bis 11.10.2015
  • Alle Videos der Woche sind hier zu finden.
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Ein Gedanke zu “imagination [KW41/2015]

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