Hands on: Sony Distagon T* FE 35 mm F1,4 ZA

Heute gibt es Glas auf den Tisch. Und zwar eine Menge davon!

35 Millimeter und Blende f1,4 sind spätestens seit dem Überraschungserfolg von Sigma wieder ein großes Thema. Auch Sony hat so etwas in petto…

Eigenschaften

Das SEL34F14Z an der Sony A7 II. Bild: Sony
Das SEL34F14Z an der Sony A7 II. Bild: Sony

Das Distagon sieht recht zurückhaltend aus, das ist aber nur Schein. Das elegante und doch ein wenig kantige Gehäuse verbirgt recht gut eine massive Linsenkonstruktion. Das fällt vor allem daran auf, dass die enorm lichtschluckende Front gegenüber dem Bajonettanschluss stark nach außen gezogen ist. Es liegt damit aber auch gut und recht schwer in der Hand.

Immerhin rund 630 Gramm bringt die Röhre aus Metall und Glas auf die Waage, ist rund zwölf Zentimeter lang und hat etwa acht Zentimeter Durchmesser. Deutlich größer also als viele der üblichen 35-Millimeter-Objektive. Und vor allem in Kombination mit den NEX- und Alpha-Kameras von Sony.

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Da es sich um eine Entwicklung des japanischen Unternehmens handelt, bietet das Objektiv angenehmerweise alle Komfort-Merkmale, die man sich so wünscht. Einen schnellen und leisen Autofokus zum Beispiel oder eine Abdichtung gegen Staub und Feuchtigkeit. Darüber hinaus hat es ein Feature, das man auch von einigen Zeiss-eigenen Objektiven kennt. Dort nennt man es De-Click, bei Sony findet man einfach einen Click-Schalter am Gehäuse.

Fotografen stellen damit das haptische Verhalten der Blende um. „Mit Click“ gibt eine ruckende Rückmeldung beim Verstellen der Blende – quasi ein Einrasten. Das kann man aber auch für einen fließenden Übergang abstellen, was vor allem bei Filmern beliebt ist, die damit eine unsichtbare Verstellung der Blende erreichen wollen.

Und weil das Distagon zur gehobeneren Produktklasse gehört, bekommt man auch die feinste mechanische Verarbeitung in Form eines butterweich laufenden Fokusrings.

Performance

Wie bereits beschrieben: Das Objektiv ist etwas größer und schwerer als andere vergleichbare und liegt damit super in der Hand. Getestet hatte ich es an der Sony A7 II, die einen recht flotten Autofokus hat, bei dem das Sony spielend mithalten konnte. Der AF der neueren Alpha-Modelle A7R II und A7S II ist nochmal einen ganzen Tick schneller, aber ich kann mir gut vorstellen, dass auch bei denen die Optik keine Probleme hat.

Manuell kann man ja auch scharfstellen und dank Sucherlupe und Fokus Peaking ist das an der Sony lächerlich einfach.

Der Bildeindruck ist … simpel ausgedrückt: Großartig. Die Motive erschlagen einen fast mit fettem Bokeh und einem dichten Bildeindruck. Fotografiert man tagsüber mit Blende f1,8 ist die Kamera fast immer am Anschlag von 1/8.000 Sekunde und produziert damit Bilder, bei denen das Motiv schön freigestellt und in der Bewegung eingefroren ist. Der leichte Weitwinkeleindruck fällt kaum auf und die 35 Millimeter Brennweite eignen sich daher wie immer super für die Reportage- und Street-Photography.

Wie an den Bildern hier im Artikel auffällt, war ich immer wieder dazu geneigt, direkt in die Sonne zu fotografieren, um das besondere Licht ins Motiv sickern zu lassen. Und wie man sieht, kennt das Objektiv weder chromatische Aberrationen noch Lensflares oder Kontrasteinbrüche.

Fazit

Mir passt die Brennweite nicht ganz. Ich mag lieber etwas längeres mit hoher Lichtstärke, aber das Sony Distagon T* FE 35 mm F1,4 ZA ist dennoch eine richtig schöne Optik. Wenn ich etwas negatives finden müsste, würde ich die Abmessungen und das Gewicht nennen, aber als DSLR-Fanatiker juckt mich das kaum.

Mit einer Preisempfehlung von 1.700 Euro ist es kein günstiger Spaß aber seht euch die Bilder an oder stellt euch vor, dass ihr diesem Look auch 4k filmen könntet. Ausgesprochen lecker. :)

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4 Gedanken zu “Hands on: Sony Distagon T* FE 35 mm F1,4 ZA

  1. „Da es sich um eine Entwicklung des japanischen Unternehmens handelt, bietet das Objektiv angenehmerweise alle Komfort-Merkmale, die man sich so wünscht.“

    Wasisslos? Seit wann ist ein Distagon eine Entwicklung eines japanischen Unternehmens? Verramscht Zeiss jetzt alles, was Geld bringt und keine Arbeit macht? Ich habe schon gelesen, dass Sony sich bemüht, einen äusserlich supersoliden („alles Metall, boooaaah, ey!“) Eindruck zu erwecken, im Inneren aber dürftig konstruierte Plastikteile werkeln und diverse davon auch mehr geleimt als geklebt werden. Lensrentals hat da mal eine schöne Obduktion von so farbrikfrischem Sperrmüll gezeigt.

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