GibA: Daniel Sannwald

Get inspired by Art (GibA): Bildwerke jenseits visueller Fesseln.

Ich habe eigentlich keine fotografischen Vorbilder, aber ein Fotograf, der mich immer wieder begeistert, ist Rankin. Ich mag die ungezügelte Lust, die seinen Bildern anzumerken ist, gepaart mit technischer Perfektion und einem Hauch gesundem Wahnsinn. Mit dieser Vorliebe im Kopf musste ich fast schon zwangsweise irgendwann bei der Arbeit von Daniel Sannwald hängen bleiben, die ich euch heute vorstellen will.

Oh und noch ein Abstecher. Bereits mehrfach hier im Blog erwähnt habe ich den französischen Musiker Woodkid, der eine sehr besondere Musik erschaffen hat, die ich unheimlich mag. Eines meiner liebsten Stücke ist „The Golden Age“, das ich hier auch als Video der Woche hatte und das mir bis heute kleine Rätsel aufgibt. Das gleichnamige Album war für den Grammy nominiert und das Album-Cover wurde als eines der besten 30 Albencover des Jahres 2013 ausgezeichnet:

giba_daniel-sannwald_cover-woodkid

Und es stammt von Daniel Sannwald.

Der deutsche Fotograf, tändelnd zwischen London und München, pflegt einen recht ungewöhnlichen Stil, den man zuerst als abgehobene, übertrieben stilistische Modefotografie abtun könnte. Natürlich ist es das irgendwo auch, aber dahinter steckt noch mehr.

Tomorrow 💥 número with @iamayajones @patti_wilson @marlabeltmua @petergrayhair #geturcopy 👊💥

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#TB Charlie France 💕 still one of my favourites #2010

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Erstmal bin ich froh, dass es Fotografien wie die von Sannwald in die Modefotografie schaffen. Denn der künstlerische Einschlag ist schon extrem ausgeprägt und geht weit über die bloße Präsentation der traditionellen Mode- und Editorial-Fotografie hinaus. Wirft man einen Blick auf Sannwalds Portfolio, entdeckt man Videomaterial, Animationen, überzeichnete und grafisch verfremdete Fotografien. Und sehr oft Bilder, die „glitched“ sind, also scheinbar digital zerstört. Gerade dieser Stil reizt mich sehr, denn er spielt mit der Vergänglichkeit digitaler Bilder, mit der wir im Alltag praktisch nicht konfrontiert werden, und webt sie als Stilmittel in die Fotos ein.

John legend made to love – thank you for the many views :)

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"Zetsumei-Ten" exhibition in Tokyo march 19th 🇯🇵 hope to see you all there !!!

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Jetzt wird am Portfolio dieses Ineinandergreifen von Foto und Video sehr deutlich und das kommt nicht von ungefähr, denn ursprünglich wollte Sannwald eigentlich eher etwas mit Videos machen. Er fand zwar, dass es ein besserer Start wäre, die Fotografie zu wählen – zumindest die visuellen Eindrücke haben aber dennoch in seine Arbeit Einzug gefunden.

@kelelam has announced her Hallucinogen EP! And revealed the front cover artwork! 👊💥💥

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Camper 7 @annatrevelyan @isamayaffrench @charlielemindu @romainkremer

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@garage_magazine Out now! @georgiamayjagger @chaosfashiondotcom @thevalgarland🍒

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New pop out now! Black power x YSL

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Ein weiteres interessantes Detail ist etwas, das Daniel Sannwald in einem Interview mit previiew.com verrät: Er besitzt keine eigene Kamera. Stattdessen borgte er sich stets eine aus und tut es auch heute noch. Auf die Frage, ob er nicht das Verlangen habe, eine eigene zu besitzen, antwortet er: „Ich fand es immer interessant, die richtige Kamera für das richtige Projekt zu finden. Es gibt so viele unterschiedliche Modelle und ich experimentiere viel mit ihnen.

Das ist eine Herangehensweise an die Arbeit, die klassischeren Fotografen vollkommen fremd ist. Und es macht darauf aufmerksam, wie allein schon die Wahl des Werkzeugs die Arbeit in gewisser Weise einschränkt. Sich davon und von vielem anderen frei zu machen, schaffte eine ganz neue kreative Herangehensweise an Projekte. Und das beweist Sannwald mit praktisch jedem seiner Bilder.

Interview Germany with Inge Grognard

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Copyright: Alle Bilder von Daniel Sannwald, danielsannwald.com

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3 Gedanken zu “GibA: Daniel Sannwald

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