Yann Arthus-Bertrand „Home“ [KW19/2015]

Heute habe ich mal wieder etwas ganz besonderes für euch. Ich hoffe, ihr habt etwas Zeit mitgebracht.

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Ich glaube, dass man die Welt anders sieht, wenn man sie von oben sieht. Einer, der das ganz gewiss bestätigen kann, ist Yann Arthus-Bertrand. Der französische Fotograf und Journalist ist vor allem für seine teils spektakulären Luftaufnahmen bekannt. Sie und die Erfahrungen damit waren es vermutlich, die ihn im Laufe der Zeit zu dem Film „Home“ bewogen haben.

Mit diesem Film will er die Aufmerksamkeit der Menschen auf den Zustand der Erde lenken. Und auf das, was wir ihr antun. Der Film zeigt in schönen und abstoßenden Bildern einen Zustandsbericht der ökologischen und sozialen Lage der Welt.

An und für sich bleibt das ein schönes Anliegen.

Dass es Bertrand damit Ernst meint und es ihm ein wichtiges Anliegen ist, verdeutlichen folgende Tatsachen: Der Fotograf, ein Kameramann und ein Kameratechniker bereisten für den Film 54 Länder und drehten dort 217 Tage lang an 120 Locations. Das fertige Werk wurde schließlich in 14 Sprachen übersetzt und am 5. Juni 2009, dem Weltumwelttag, weltweit gleichzeitig im Kino, auf DVD, im Fernsehen und im Internet veröffentlicht. In Paris wurde er auf Großleinwänden vor dem Eiffelturm gezeigt.

Ich habe den englischen Trailer verlinkt, weil der deutsche nicht sonderlich gut ist. Ihr könnt euch den Film aber auf Deutsch hier komplett ansehen – in der verlängerten Kino-Version. Denn Bertrand hat den Film als freies Werk der ganzen Welt geschenkt. Man kann ihn sich hier sogar herunterladen. Darüber hinaus gibt es einen eigenen Youtube-Kanal mit ein bisschen Zusatzmaterial.

Darunter auch ein Video, dass die Beteiligung von dem französischen Luxusgüter-Konzern PPR beleuchtet. Das Unternehmen steckt hinter zahlreichen weltbekannten Marken und hat den von Luc Besson produzierten Film mit rund 10 Mio. Dollar finanziert.

Mehr!

  • Yann Arthus-Bertrand „Home“ (Link) ist das Video der Woche vom 04.05.2015 bis 10.05.2015
  • Alle Videos der Woche sind hier zu finden.
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10 Gedanken zu “Yann Arthus-Bertrand „Home“ [KW19/2015]

    1. Guten Morgen, Carlheinz!

      Prägnant kurz? Der Film dauert fast zwei Stunden in der von mir verlinkten Fassung. Wenn du das kurz findest, dann am ehesten weil das Thema locker mehr Zeit verbrauchen dürfte, oder? :)

      Gruß,
      ml

      1. Ah, alles klar :)
        Wollte nur sichergehen, dass niemand das Hauptding verpasst, weil ich eventuell nicht deutlich genug drauf verwiesen habe.

  1. Sehr schöner Beitrag. Ich durfte Yann-Arthus Bertrand für meinen früheren Job einmal am Telefon interviewen, sehr sympatischer Mann! Alleine die Tatsache, dass er sich Zeit nimmt für so ein kleines Interview obwohl er so viel zu tun hat, hat mich beeindruckt. Und dass er sein Werk allen frei zur Verfügung stellt zeigt, wie ernst es ihm damit ist. Bewundernswert finde ich so etwas :)

    1. Ui toll, schokokamel!

      Sehe ich genauso wie du – sowohl das Interview als auch der Non-Profit-Film demonstrieren seine Hingabe an den Menschen und die Natur.

      Mich beeindruckt es immer wieder, wenn ein Fotograf durch seine Arbeit so berührt wird, dass er anfängt, die Dinge anders oder auch in ihrer Gesamtheit wahrzunehmen. Meist wird der Betreffende dann erst traurig und anschließend aktiv.

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