Danny MacAskill’s Solar Eclipse Ride [KW14/2015]

Wie man zwei flüchtige Dinge auf ein einziges Bild bringt.

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Das aktuelle Video der Woche zeigt sehr schön, wie aufwendig ein einziges Foto werden kann – selbst, wenn man es nur in kleinem Rahmen aufnimmt.

Der Fotograf Rutger Pauw wollte die Sonnenfinsternis am 20. März fotografieren. Und zwar gemeinsam mit dem schottischen Rad-Profi Danny MacAskill in dessen Heimat – der Isle of Skye. Nachdem sie mehrere Tage nach der passenden Location gesucht haben, wurde es dann am Tag der Sonnenfinsternis umso spannender. Neben der Tatsache, dass der Tag mit Nebel begann, schränkt die Umsetzung so eines Fotos die Möglichkeiten extrem ein.

Wenn man gegen die Sonne fotografieren will, muss man nicht nur extrem abblenden, sondern auch einen Filter vor das Objektiv packen. Das führt unweigerlich dazu, dass ich sonst nichts erkennen kann, außer als Scherenschnitt. Wenn ich also jemanden erkennen will, brauche ich einen Blitz. Und zwar einen verdammt kräftigen.

Damit das Bild noch cooler wird, sollte eine lange Brennweite verwendet werden. Pauw nutzt ein 800-Millimeter-Objektiv. Dadurch wird die Sonne hinter dem Biker optisch größer. Je weiter man weg ist, desto größer. Also geht man so weit weg, bis die Sonne nicht nur ein stecknadelgroßer gelber Punkt ist. Das bringt allerdings zwei weitere Probleme mit sich: Erstens ist man sehr weit weg vom Blitz (Pauw war rund 270 Meter vom Motiv entfernt) und aufgrund der Perspektive bewegen sich Sonne und damit die Finsternis scheinbar schneller. Also hat man vielleicht einen, vielleicht drei Versuche.

Aber sie haben es hingekriegt.

Mehr!

  • Danny MacAskill’s Solar Eclipse Ride (Link) ist das Video der Woche vom 30.03.2015 bis 05.04.2015
  • Alle Videos der Woche sind hier zu finden.
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3 Gedanken zu “Danny MacAskill’s Solar Eclipse Ride [KW14/2015]

  1. Die Erklärung ist ein wenig holprig ;)
    Die Sonne ist immer gleich groß, es ist der Biker der seine scheinbare Größe ändert. Und: die Verfinsterung dauert die Zeit X, unabhängig von der Perspektive. Auch da ist es der Biker.
    Vielleicht so gemeint:
    „Damit das Bild noch cooler wird, sollte eine lange Brennweite verwendet werden. Pauw nutzt ein 800-Millimeter-Objektiv. Dadurch erscheint die Sonne hinter dem Biker optisch größer. Je weiter der Biker weg ist, desto kleiner erscheint der Biker vor der Sonne. Also geht man so weit weg, bis der Biker nicht nur ein stecknadelgroßer Punkt ist, aber auch nicht wesentlich größer als die Sonne. Das Verhältnis muss hier stimmig (=dramatisch) sein. Das bringt allerdings zwei weitere Probleme mit sich: Erstens ist der Biker weit weg vom Blitz (Pauw war rund 270 Meter vom Motiv entfernt) und aufgrund der Perspektive bewegen der Biker vor der Sonne scheinbar schneller. Also hat man wenig Versuche. Die maximale Phase der Verfinsterung +/- 20% dauert vielleicht 20-25 Minuten.“
    Unabhängig von meinem schlaumeierschen Gerede:
    Ein grandioses Video und ich würde für solch einen Schnappschuss viel geben. Mir ist da nur eine kleine Serie gelungen, ohne ergänzende ‚Ausstattung‘.
    Schönen Abend noch!

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