Hands on: Zeiss Otus 1.4/85

Kurz und bündig: ein Blick auf „das Objektiv“ für digitale Spiegelreflexkameras.

Vor fast genau einem Jahr brachte Zeiss ein Objektiv heraus, das eine neue Produktserie begründete und mit einem bescheidenen Anspruch die Bühne betrat: mit dem Otus 1.4/55 wollte Zeiss schlicht das beste Objektiv bauen, das für DSLRs zu haben ist. Ihr könnt in meinem Hands-on-Bericht dazu nachlesen, ob ihnen das gelungen ist oder einfach im Netz nach Lobeshymnen stöbern.

Inzwischen brachte das Unternehmen ein weiteres Modell ins Rennen. Und mit nicht minder hohem Anspruch. Laut Zeiss ist das Otus 1.4/85 das beste „kurze Tele-Objektiv“ der Welt. Und verdammich, ich bin geneigt, ihnen das zu glauben.

Natürlich, man könnte den Leuten bei Zeiss Arroganz unterstellen. Im Gespräch kamen wir auf das Thema der neuesten hochauflösenden Kameras. Als das erste Otus auf diesem Planeten aufschlug, war die Nikon D800, die ich selbst habe, das Maß aller Dinge (Hands on zur D810). Ihrem 36-Megapixel-Sensor konnte man nur wenig optisches Futter vor den Latz schrauben, das die Leistung liefern konnte, nach der die Kamera geifert. Inzwischen hat es Sony gewagt, in die ultrakompakte A7R (Hands on hier) ebenfalls einen 36-Megapixel-Sensor einzubauen und schließlich kam auch Canon aus dem Knick und packt die Auflösungskeule aus, um stumpf alle anderen zu erschlagen. Die EOS 5DS und 5DS R rollen mit einem 50-Megapixel-Vollformat-Sensor auf das Schlachtfeld.

Im Gespräch, wie gesagt, meinte der Pressesprecher von Zeiss, er freue sich auf die neuen Canon-Kameras. Denn die sind es neben den 800er-Nikons, für die das Otus unter anderem entworfen wurde. Und bei Zeiss ist man der Meinung, dass das Objektiv sogar noch Spielraum nach oben bietet…

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Eindruck

Also schön, erstmal zum Eindruck des Otus 1.4/85. Lässt sich schön in einem Wort zusammenfassen: wahnwitzig. Brachial. Angsteinflößend.

Jap, das waren drei Worte, ich weiß. Habe mich zusammen gerissen. Aber genau wie meine Vorgabe sprengt das Otus die Grenzen. Wir haben hier ein kurzes Teleobjektiv, dessen kameraseitiges Ende etwa den Umfang eines DSLR-Bajonetts hat. Kurz darauf platzt es aus allen Nähten und wird zu einem fetten Klumpen aus Glas und Metall, der nicht weiß, ob es ein 500-Millimeter-Objektiv werden soll und auf halber Strecke damit aufhört.

hands-on_zeiss-otus-85f14_cameraIm Bild links seht ihr eine getarnte Nikon D4. Ein monströses Teil und das größte fette Ding, das Nikon baut. Angesetzt ist das 55er Otus, das – wie ich damals schon schrieb – ebenfalls ungewöhnlich groß und schwer ist für eine Normalbrennweite. Gegen das neue 85er jedoch wirkt es regelrecht schlank. Das neue Tele ist einfach der Inbegriff von Kompromisslosigkeit. Das elegante Gehäuse täuscht perfekt über die rund 14 Zentimeter Länge und die knapp 10 Zentimeter Durchmesser hinweg. Nochmal: die Frontlinse hat fast den Durchmesser einer CD. Damit wirkt sie fast wie ein schwarzes Loch, dem kein Licht entkommt.

Übrigens ein überflüssiger Hinweis am Rande: Tatsächlich benutzt der Hersteller schwarze Speziallacke für das Innere eines solchen Objektivs, um jede noch so kleine Reflexion zu vermeiden.

Jedenfalls sollte man beim Umgang mit dem Zeiss Otus voll bei der Sache sein und bloß keine schwitzigen Finger haben. Der Fokusring hat eine weiche Gummierung, keine Riffelung. Das fühlt sich ganz gut an, zieht aber jedes Staubkorn im Umkreis von 10 Metern an und ist nicht ganz so griffig wie eine Riffelung. Außerdem ist das Baby schwer. Rund 1,2 Kilogramm an einer ebenso schweren Kamera sind nicht grade Schnappschussgeeignet. Nicht, dass das Otus dafür gedacht wäre. Es gleicht fast einer Schande, damit ein Foto zu machen, das nicht perfekt ist.

Aber dazu kommen wir jetzt…

Eigenschaften

hands-on_zeiss-otus-85f14_aufrechtWenn ihr hier regelmäßig mitlest, wisst ihr, dass ich ein Fotografiefanatiker bin, in dem ein begeisterter Junge mit großen Augen lebt. (Spätestens an dieser Stelle könnt ihr euch von der Objektivität dieses Artikels verabschieden). Und das schöne ist: Bei all der Technik, den Top-Modellen und Flaggschiffen, die ich schon segeln durfte, gibt es immer noch etwas, das ich nicht ausprobiert habe und über das ich mich freue, wenn es soweit ist. Das 1.4/85er Otus ist eins dieser Dinge.

Im Grunde hat Zeiss da eine Optik auf Mittelformat-Niveau gebaut, die einen Anschluss für kompaktere SLR-Systeme hat. Wem das nichts sagt: Optiken für MF-Kameras kosten ab etwa 4.000 Euro (nach oben fast offen) und sind ihr Geld für gewöhnlich auch wert. So einfach ist das und gleichzeitig schwierig zu verstehen. Wir reden hier von Konstruktionen, die Systeme mit 50 bis 80 Megapixel befeuern müssen, deren einzelne Pixel größer sind als bei jeder anderen Kameraklasse darunter und mit denen man Bilder herstellt, die auch auf Hauswandgröße nicht zu undefinierbarem Brei werden. Die Ansprüche an so eine Linsenkonstruktion sind enorm.

Will man so etwas für Vollformat-DSLRs bauen, kann man vermutlich wenig Rücksicht auf Spielereien (und den Fotografen) nehmen. Darum ist das Otus auch so schwer. Und darum hat es auch keinen Autofokus. Zeiss wird das immer wieder vorgeworfen und sehnlichst wünschen sich SLR-Anwender ein Otus mit AF. Der Hersteller bleibt aber hart und hat ein simples Argument: Baut man die Konstruktion beweglich, ist es wesentlich schwieriger, die Elemente auszurichten, sie so exakt aufeinander abzustimmen und dann auch noch über Jahrzehnte fehlerfrei zu halten.

Klingt nachvollziehbar. Aber nicht für jeden, denn der Qualitätsfaktor des Otus bewegt sich auf einem Niveau, das für Durchschnittsfotografen eigentlich nicht zu erkennen ist. Es fällt sehr schwer, einfach so zu beurteilen, wie „gut“ denn das Ding wirklich ist. Dazu ist mir folgendes aufgefallen. Abgesehen von dem extrem soliden Gehäuse, das im Duden hinter dem Wort „Wertigkeit“ steht, fallen vor allem die 11 Linsenelemente auf.

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Das Bild von dem Bock habe ich aus der Hand mit Blende f1,4 aufgenommen. Normalerweise ist die Schärfeleistung bei Offenblende sehr gering. Das gilt für fast jedes Objektiv, aber anscheinend nicht für das Otus. Selbst bei maximaler Blende sind Details und Texturen unverschämt klar. Nikon D800, Zeiss Otus 1.4/85, ISO 100, 1/1250s, f1,4

Besser gesagt: sie fallen nicht auf. Öffnet man die Blende zum Maximum und schaut dann durch das Objektiv, zieht es dich ohne Gnade in sich hinein. Und man kann praktisch ohne Irritationen durchsehen. Bis auf die Linsenverzerrung natürlich hat man das Gefühl, als würde man lediglich durch eine dünne Fensterscheibe sehen statt durch fast 1 Kilogramm geschmolzenen Sand. Das war der erste Moment, in dem ich mir fast ein kleines Tränchen wegdrücken musste.

Performance

Auch das Otus 1.4/85 habe ich an der Nikon D800 gehabt. Geistig habe ich mich damit schonmal von scharfen Fotos verabschiedet. Es gibt eine Menge Faktoren, die das rechtfertigen. Erstens: die irrsinnige Auflösung des Sensors verzeiht nicht die geringste Unschärfe und nur Chirurgen können scharfe Fotos unterhalb von vielleicht 1/100 Sekunde schießen. Legt sich eine Wolke vor die Sonne, braucht man 1/200. Zweitens: Die D800 ist schwer. Man kann sie sehr gut mit ein wenig Kraft ausbalancieren und bekommt viel Feedback, aber irgendwann ist die Kraft weg und die Kamera zittert wie ein Reh im Scheinwerferlicht. Drittens: Mit dem Otus wird sie etwa doppelt so schwer.

Trotzdem sind mir ein paar scharfe Aufnahmen gelungen.

Ich schiebe das zum einen auf den wirklich hellen Sucher der D800. Zum anderen auf das Otus. Das Bild ist so kristallklar und hell, dass einem die Zähne klappern. Wer „nur“ einen APS-C-Kamerasucher kennt und das direkt miteinander vergleicht, wird auf der Stelle tot umfallen. Wir wissen, dass optische Sucher in Sachen Präzision nicht mehr ganz das Nonplusultra sind, aber dennoch: Bis auf wenige Millimeter genau (hängt vom Anwender ab) kann man damit tatsächlich durch den Sucher den Fokus mit dem Otus festlegen. Problemloser geht das natürlich mit Live-View und Suchervergrößerung. Dann aber halt nur auf dem Stativ – alles andere bricht einem die Arme.

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Interessanterweise kam mir an dieser Stelle das erste Mal der Gedanke, dass man die D800 mit einer Mattscheibe modifizieren kann, die einen Schnittbildindikator hat. Das ist eine dringende Empfehlung von mir an alle Fotografen, die vielleicht mit der Nikon-Otus-Kombination oder anderen manuellen Objektiven arbeiten wollen.

Nochmal zum Fokussieren: Ich schrieb ja, dass der Fokusring glatt ist und ihm die Riffelung fehlt. Was teilweise ein Nachteil sein mag, fällt beim Arbeiten erstaunlicherweise nicht ins Gewicht. Der Drehwinkel des Rings liegt bei 261 Grad, das heißt, man muss relativ viel kurbeln, wenn man den gesamten Schärfebereich durchfahren will. Aber meine Güte, geht das geschmeidig. Tatsächlich ist es mir bisher nie so richtig aufgefallen, aber beginnt man beim Otus, den Ring zu drehen, gibt es null komma gar keine Verzögerung. Da ist kein Rucken, es geht nicht am Anfang schwerer und dann schneller oder umgekehrt. Der Anschlag ist weich und über den gesamten Weg absolut gleichmäßig. Ich habe keine Ahnung von Ingenieurwissenschaften und weiß nicht, wie schwer das ist. Aber diese Mechanik ist erstaunlich und hat mich nochmal fast zum Weinen gebracht.

Genauso wie die Bilder.

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Das Otus ist zweifelsohne eigentlich keine Schnappschussoptik. Dennoch ist mir das Bild oben gelungen. Ich muss keinem von euch sagen, wie flatterhaft Wellensittiche sind und wie kurz dieser Moment war. Der 100-Prozent-Ausschnitt deutet an, wieviel Leistung nötig ist, um bei der extremen Auflösung der D800 solche Details zu produzieren. Nikon D800, Zeiss Otus 1.4/85, ISO 400, 1/160s, f9.

Beim Hands on zum 55er Otus habe ich versucht, Bildfehler wie mäßige Kontrastdarstellung zu erklären. Blablabla zu chromatischen Aberrationen und so weiter. Den Quark spare ich mir an dieser Stelle und beschreibe meinen Eindruck etwas anders.

Bildfehler sind für das 1.4/85 nicht existent.

Zumindest fast nicht. Ich sage das nicht, weil ich das neue Otus so unglaublich abfeiere, sondern weil ich (beruflich bedingt) Tests damit gemacht und das Ding vermessen habe. Detailergebnisse darf ich hier keine geben, aber ich kann es ja umschreiben: Die Leistung des Otus bricht erst ein, wenn man den Deckel drauf setzt. Basta.

Natürlich bin ich gemein und provoziere Bildfehler. Selten hat es mir ein Objektiv dabei so schwer gemacht, wie das neue Zeiss. Aberrationen sieht man höchstens, wenn man direkt in eine Sonnenfinsternis hinein fotografiert. (Vermutung, nicht ausprobiert *g*). Unter allen anderen Umständen war es mir fast unmöglich, diese farbigen Kanten zu provozieren. Die Vignettierung ist messtechnisch existent, liegt aber außerhalb der menschlichen Wahrnehmung. Dasselbe gilt für die Geometrie. Wenn das Bild irgendwie verzerrt ist, dann habt ihr vermutlich die gekrümmte Raumzeit selbst fotografiert. Oder ihr habt Tränen in den Augen.

Nochmal: das ist kein gehyptes Urteil – schon bei den Zeiss Loxias für die Sony-Kameras musste ich zugeben, dass mir noch nie derartig perfekt berechnete Objektive untergekommen sind. Auch beim neuen Otus trifft das zu. Es bietet eine gleichbleibend (äußerst) hohe Leistung, die es unter anderem zum Prototypen unter den Porträtoptiken macht.

Fazit

An dieser Stelle sollte ich einen Schlussstrich ziehen. Nach den obigen fast 1.600 Wörtern glaubt mir eh keiner mehr, dass das Objektiv in dieser Form wirklich existiert.

Ich glaube es selbst kaum und hatte es in der Hand. Ich bin wirklich gespannt, ob ich es nochmal zusammen mit einer der neuen Canon-Kameras testen kann. Das wäre erneut ein Grund zum Weinen. Nicht zuletzt natürlich wegen dem Preis. Für rund 4.000 Euro bekommt man ein Objektiv mit Blende f1.4 und 85 Millimetern, bei dem sogar noch der Autofokus fehlt und das nichtmal zoomen kann. (das letzte war ein Scherz, okay?). Aber mich würde mal interessieren, ob ihr das für gerechtfertigt haltet oder für total überzogen.

Ich kann nur sagen: Das neue Otus erfordert Geschick, Erfahrung und man sollte wissen, was man tut, wenn man es einsetzt. Kommt alles zusammen, bringt es die Skalen aller Maßeinheiten zum Anschlag und liefert bestmögliche Bildqualität.

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19 Gedanken zu “Hands on: Zeiss Otus 1.4/85

  1. nduSo, langsam wieder zurück auf’m Teppich? Wenn Dir schon Blende und Brennweite durcheinandergeraten („1.4/85“, haha, das Weitwinkel guckt sich selber durch den Hintern), war hoffentlich die Landung weich? Ich kann noch ein paar Ballastsäckchen dranbinden :)))

    Mit einer D800 bist Du momentan Drittbester am Otus, von der Nikon Seite gesehen. Zwischen D800E und D810 kann man ausführlichste hin- und herüberwägen, ob der eine Sensor doch noch ein Klacks mehr Staub auf den Haaren zeigt oder aber der andere unmittelbar vom samtweichen Verschluss profitiert, der die alte Reziprozitäts-Daumenregel mit 1/Brennweite = längste Verschlusszeit zumindest mal besser darbietet als Presslufthammer-D800.

    Als Trost für die entschwindende Auflösungskrone balsamiere ich hinterher, dass auch die 50MP Canon das Otus nicht mal nahe seiner Grenzen bringen wird. Dafür sind unsere Bayer-Senoren einfach zu grobe Hobel. Und noch ein Trost: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis uns Sigma ein 85/1.4 Art unter den Christbaum legt, wieder fast so Otus-Fröhliche wie Zeiss, aber zum viertelPreiss.

    also chill‘ mal ein bisschen.

    Und für alle Otus-wannabe-Testpiloten: Zumindest in der Schweiz gibt’s ein Zeiss-Tryout Programm. Man kann sich den fetten Glaskübel bis zu zwei Tage an die Kamera schrauben, sie geben nicht mal eine untere MP-Grenze an (und mal ehrlich, unter 36MP lohnt sich der Klotz sowieso nicht) und hinterher dann halt auch in den Aaaahhh, Boooaaah, Oooooohhaaa Chor einstimmen.

    Wenn’s aber flott gehen soll, nutzt einen das Ding halt nahezu nichts. Und auch wenn die f/1.4 schon erste Supersondersahne ist: Porträtierst Du mit f/1.4? Ganz ehrlich?

    1. Oh Mann, JoJu, du könntest wenigstens einen Teppich hinlegen, bevor du mich auf den Boden zurück holst :P

      Als D800-Besitzer verabscheue ich natürlich aus Prinzip jene, die eine D800E oder D810 besitzen. Fakt ist, dass man bei einer Handvoll Motiven und auf sehr hohem Niveau doch einen Unterschied erkennen kann. Meine Vermutung ist aber auch, dass nur maximal ein Zehntel aller Motive, die mit den beiden letztgenannten geschossen werden, das wirklich ausnutzen.

      Danke für Trost weil meine Kamera Auflösungskrone abgeben musste, du weißt, worauf es im Leben ankommt. :) InBezug auf die neuen Canons drückst du genauer das aus, was auch Zeiss selbst behauptet hat. Das ist auch mein größter Kritikpunkt in Bezug auf die Auflösungsmonster. Die üblichen DSLR-Sensoren haben einfach irgendwo ihre Grenzen. Ob ich mir eine 50-MP-EOS schnappe oder eine Pentax 645z – im Vergleich mit einer Hasselblad H5D oder einer Phase One geraten die Bilder der ersten beiden zu Digitalschrott.

      In Bezug auf das Sigma erwarte ich dasselbe. Wird ohnehin Zeit, dass sie ihr 85er updaten. Da sie aber praktisch nur das Otus schlagen müssen, könnten sie es sich auch leisten, „nur“ einen tausender oder zwei unter dasselbe zu gehen. Ist immernoch ein Haufen Schotter.

      Danke auch für den Hinweis zum Tryout-Programm. An sich eine coole Sache für praktisch jedermann, dieses Level mal auszuprobieren. Aber wie du schon sagst: Unter einem 36-Megapixel-Sensor wird man nicht so viel Spaß damit haben.

      Gruß,
      Mario

      P.S. Hm, doch… eigentlich mache ich schon Porträts mit f1,4. Hab ich auch schon mit f1,2 gemacht, weil ich den Look mag. Wenn es aber um etwas geht oder ich im Studio bin, dann ist normalerweise f8 das Minimum.

      1. *teppichhinleg* *staubsaug* *luftmatratzeaufblas*

        „Als D800-Besitzer verabscheue ich natürlich aus Prinzip jene, die eine D800E oder D810 besitzen.“ Rechthaste. Alles Bluffer. Ich ja auch. Mag aber den Sound zzzpppflap lieber als knaddaBAMM. Und im Quietschmodus oder wie das heisst zzzzzzzppppffft.

        „Meine Vermutung ist aber auch, dass nur maximal ein Zehntel aller Motive, die mit den beiden letztgenannten geschossen werden, das wirklich ausnutzen.“ Und von dem Zehntel dann ein Fünfzehntel Bilder, die man auch anschauen mag. Und davon wieder sieben Hunderstel mit ★★★★-Wertung, leider unverkäuflich, weil Kunst. Aber darum geht’s ja.

        Auflösungskrone, hmmm, das letzte Otus kam nicht mit einer Merill mit viel billigerer Linse an, aber wir vergleichen natürlich wenn schon Äpfel, dann doch wenigstens mit Melonen.

        Porträts mit f/1.2… klaro, die Kunscht, alright.

        :)

  2. Nachtrag: Hatte ich überlesen. „dass man die D800 mit einer Mattscheibe modifizieren kann, die einen Schnittbildindikator hat.“

    Probier’s ruhig mal. Dann merkst Du, wie viel Zufall früher an den scharfen Bildern hing. Das Ding ist nämlich – aus eigener Erfahrung, wenn auch mit Mikroprismen-Einstellhilfe statt Schnittbild – dass die Mattscheibe mit Distanzrähmchen aus dünnem Plastik „justiert“ werden. Im weiten Netz hat sich ein Mensch nahe Hongkong drauf spezialisiert, die Nikon F6-Scheiben zu modifizieren.

    1. ist der Umbau wirklich einfach. Wenn man Chirurgenhände hat, einen staubfreien Raum, elend viel Geduld und gute Messeinrichtungen, damit man das Scheibchen auf 0.01 mm genau an den Platz bekommt, wo es sitzen muss, damit der Besserwisser-Af nicht nochmal nachsteuert bei sauber justierten AF-Linsen. Doch. Man merkt den Unterschied. Leider.

    2. Was macht man, wenn man die Schärfe nicht in der Mitte haben will? Anfokussieren und dann den Ausschuss, äh, Ausschnitt suchen? Probier’s doch. Noch so eine gute Gelegenheit, auf die letzten Dutzend Linienpaare Auflösung zu verzichten…

    3. LiveView – heisst ja nur View, nicht LiveExposure. Bis die D800 den Spiegel hochgerissen, die Belichtung gefunden und sich frisch geschminkt hat, kriecht sogar eine Schnecke aus dem Fokusbereich.

    4, Aber dann wenigstens alles, was still hält? Ja. Doch, da räumt die Optik ab und macht keine Gefangenen. Gutes Stativ. Spiegelvorauslösung. Windstill. Keine Strassenbahn karriolt um Dich rum. Vielleicht dübelst Du das ganze auch in irgendwas aus Granit. Saupraktisch.

    Sorry wegen der „1.4/85“-Häme – Du hast ja nur die Bezeichnung genommen, die Zeiss schon verbrochen hat.

    Also, auch bei dem Otus, wie allen Kommenden: Für soviel Schotter wäre weniger als das Beste eine Überraschung. Der wirkliche Nutzen, neben dem Drumrumgeschwurbsel von wegen „AF können nie so genau gemacht werden“, hahaha, ist nur für Plakatfotografen, die sich keine Mittelformat leisten können- die armen Tröpfe – wirklich das Geld wert. Alle anderen dürfen weiter andächtig den Legenden lauschen, die darum gewoben werden.

    1. 1. Also wenn der Umbau so einfach ist, warum bin ich selbst nicht auf die Idee gekommen, das mal mit eigenen Händen zu machen? :P Nene, daran würde ich nicht im Traum daran denken. Ich glaube mal gelesen zu haben, dass der Nikon-Service sowas auch macht. Für entsprechend Kohle versteht sich.

      2. Jup, da gehört Fingerfertig dazu. Aber weil der Indikator nicht über alle Zweifel erhaben ist, erwähnte ich auch EVFs und Focus Peaking, das schon geil wäre in so einem Fall. Erwähnte ich doch, oder?

      3. Boah ey! :P
      Klar zeigt die D800 im Live View die aktuellen Belichtungseinstellungen an. Naja, zumindest wenn man sie manuell einstellt. So ein bisschen Arbeit muss bei einer hochgezüchteten und teuren SLR schon noch drin sein. ;)

      4. Wie was? Das ist doch das Standardvorgehen beim Ablichten von Hundebabys oder nicht? Weiß gar nicht, was du hast. Wenn ich mir eine EOS 5DS R kaufe, weil ich Gear-geil bin, ein Otus dran schraube, weil ich mein Auto sowieso schon dafür verkauft habe, dann schleppe ich auch stets meine komplette Ausrüstung inklusive Objektivkoffer und eine überschaubare Auswahl an Stativen mit mir herum, um auf der Wiese hinterm Haus für alles gerüstet zu sein. Das bisschen Bodenaushub und Beton-gießen macht dann auch nüscht mehr.

      1. 1. No risk, no fun. Lenken wir doch den Nikon-Service nicht von pläsierlicheren Dingen wie D750-Flare-ausknipsen oder den Wackeldackel vom 300er PF zähmen ab. Die Jungs haben’s auch hart. *Kartonzukleb*

        2. Hab ich schon wieder was überlesen? *vorsichtigdasHypeVisierhochnehm* aaahh. Na dann.

        3. Hochgezüchtet schon, aber mit drei Jahren ja praktisch Alteisen. *SchnelldenTeppichherzerr*

        4. In Granit düble ich meist für „Birds in flight“, irgendwann kommt sicher mal so ein Vieh vorbeigeflattert und dann ist man froh für ein unverwackeltes Flatterbild. Hundebaby nie ohne Haikäfig.

    1. *grunz*

      Wenn man mein oben benutztes „Mittelformat“ als Sammelbegriff für analoge und digitale Mittelformatkameras nimmt, hätte ich immer noch Recht gehabt :P Was auch gar nicht so weit hergeholt ist, denn ich kenne Fotografen, die MF-Optiken aus der analogen Zeit am Vollformat nutzen, um bei Architekturaufnahmen zu shiften.

      Ich habs im Artikel oben auf jeden Fall mal ein wenig angepasst.

  3. Hallo Ihr beiden,

    danke für die Arbeit an ML. Aber ich dachte schon ich wäre vielleicht mittlerweile erblindet, ich konnte bei den Bildern keines finden das:

    A) 4000 Euro Anschaffungspreis rechtfertigt
    B) nicht von einer SD1 Merrill mit einem 1.4/50 mm ART um Längen geschlagen wird

    Das zu einem Preis von derzeit knapp 1700,- Euro………… Für Kamera und Objektiv zusammen.

    JOJU lässt mich wieder hoffen das ich nicht allein auf dem Mond stehe und der letzte Mensch bin, andere scheinen das ebenfalls zu bemerken. Auch ein Dank dafür.

    Noch etwas, wie ich anderer Stelle hier im Block schon bemerkte. Das Ding für 4000 Euro und die Nikon für 2500,- und dann aus der Hand knipsen……….?

    An anderer Stelle hier im Block bemerkte ML richtigerweise das die meisten Menschen so Fotografieren und das sein Test daher praxisgerecht sei. Recht hat er, dort.

    Aber hier, zwei Formel Eins Boliden und dann sowas? Da gibt es keine Ausrede mehr. Wer soviel Geld ausgibt ist kein Allerwelts Urlaubs-Knipser. Hier gehört Sorgfalt hin um zu zeigen was diese Technik zu leisten im Stande ist. Wenn ich Zeiss wäre, könnte ich darüber nicht wirklich fröhlich sein. Es wird gezeigt das das Otus so gut ist, das es quasi keine Kamera gibt die diese Auflösung bedienen kann, noch nicht. Warum also sollte ich dann die 4000 Euro auf den Tisch legen?

    Sorry, ich vergaß, da gibt es ja noch die ………mein Haus, mein Pferd, mein Auto Fraktion.

    Aber für die ist das hier ja wohl nicht gedacht.

    Ups, ich habe gerade mal bei Zeiss beim Otus 1.4/55mm die von Zeiss gelinkten Beispielbilder auf Flickr angeschaut. Verrauscht, verpixelt, unscharf, verwackelt. Ich glaub ich bin doch im falschen Film. Wahrscheinlich ist meine Erwartungshaltung viel zu hoch für das was mir dort angeboten wird. Aber daran ist wohl meine SD1 Merrill mit 1.4/50mm ART schuld.

    Sorry für die Aufregung.

    Liebe Grüße an euch

    ExDreamFoto

    1. Hallo ExDreamFoto!

      Meiner Meinung nach gehen viele Fotografen falsch an die Fotografie heran. Ich kenne einige Gearheads, deren Definition von Fotografie in Perfektion, möglichst teurer Ausrüstung und möglichst viel davon besteht. In den Kommentaren zu diesem Artikel hier haben das JoJu und ich ja auch persifliert. Ich glaube aber tatsächlich daran, dass es vielleicht ein Weg aber nicht unbedingt der (für mich) richtige Weg zur Fotografie ist.

      Es gibt einige berühmte Fotografen, die als wichtigste Vertreter ihrer Zunft in die Geschichte eingegangen sind, bei denen kaum ein Foto scharf oder perfekt belichtet war. Ob das nun mangelnde Fähigkeiten, schlechte Ausrüstung war oder der Umstand, dass sie ihr Foto während eines Luftangriffs in Vietnam geschossen haben, interessiert heute weniger. Es ist ihre Sicht der Dinge, die sie einzigartig und unsterblich gemacht hat.

      Darum entzieht sich auch dein Punkt A) meinem Verständnis. Wenn du das so formulierst, muss ich sagen: Ich kann mir schlichtweg kein Bild vorstellen, dass 4.000 Euro Anschaffungspreis rechtfertigt. Das ist ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das für mich einfach nicht anwendbar ist. Ich kann mir mit Geld kein gutes Foto kaufen.
      Es gibt Fotografen, denen es auf Haptik, Zuverlässigkeit, Mechanik, Langlebigkeit und null Fehlertoleranz ankommt. Weil sie es für den Job brauchen. Diese Leute legen das nötige Geld hin und sind es vielleicht sogar gewohnt, da sie ein Mittelformatsystem einsetzen. Denen geht es nicht allein um die Auflösung – das ist nur eine Randerscheinung. Damit möchte ich dein Argument erweitern, dass da lautet: „Es wird gezeigt das das Otus so gut ist, das es quasi keine Kamera gibt die diese Auflösung bedienen kann, noch nicht. Warum also sollte ich dann die 4000 Euro auf den Tisch legen?“ Das ist meiner Meinung nach ein zu eng gefasster Trugschluss, es geht um wesentlich mehr.

      Folgendes: Ich gebe dir Recht; die Bilder im Artikel oben sind nicht allzu repräsentativ für das Maximum an Leistung, welches das Otus zu liefern imstande ist. Die Bilder, die du auf Flickr gefunden hast, scheinbar auch nicht. Zum einen liegt das (bei mir) daran, dass das oben im Grunde Schnappschussbilder mit Offenblende sind. Ich habe im Artikel auch geschrieben, dass das nicht unbedingt das Optimum ist, für welches das Otus eingesetzt werden sollte. JoJo hat das auch angemerkt. Und ich gebe euch beiden wie gesagt, Recht.
      Fakt ist aber auch, dass dieser Blog hier eine private Spaßveranstaltung ist. Der Artikel soll kein Test sein, der die Optik an die Grenzen führt und Pixelpeeping betreibt. Wollte ich das rüber bringen, würde ich hier gar keine Bilder präsentieren, sondern nur Messkurven und Charts. Darum geht es mir aber nicht. Sondern um den Spaß an der Fotografie.
      Ich habe mit dem 85er Otus auch Modelfotos im Studio mit Blende f8 bis rauf zu f16 gemacht. Beeindruckende Performance, die ich an der Stelle aber auch (wie JoJu schrieb) einfach erwarte. Ich habe leider noch keine Freigabe, die Bilder hier präsentieren zu können. Aber wie gesagt, ich habe nicht nur Schnappschüsse damit gemacht.

      Erlaube mir noch einen Hinweis zu den Bildern. Wenn du weißt, worauf du achten musst, kannst du sehr wohl Merkmale erkennen, die den Kauf einer ausgesprochen teuren Optik rechtfertigen. Nimm zum Beispiel dieses hier. Im oberen Bereich, die Äste direkt vor der Kamera. Dort, wo sie dick genug sind, dass sie nicht im Blau des Himmels verschwinden, sind sie schwarz. Das schaffen günstige Objektive nicht, bei denen sind sie grünlich oder bläulich. Bleib noch bei dem Foto und schau dir die Blätter in den äußersten oberen Ecken an. Sind genauso scharf wie sie es in der Bildmitte wären.

      Oder wirf bitte einen Blick auf dieses Foto. Ist mit 1/8000 Sekunde genau gegen die Sonne aufgenommen. Wenn du dir den scharfen Bereich des Gitters über dem Vogel ansiehst, wirst du nicht die Spur irgendeiner chromatischen Aberration finden. Weder im scharfen Bereich (Farbquerfehler) noch im unscharfen Bereich (Farblängsfehler). Das Foto selbst ist unkorrigiert. Zum Vergleich ein Foto, das ich mit der Sigma dp2 Quattro aufgenommen habe. Scroll mal hoch zu den Blättern – das ist der Farbquerfehler. Und auf diesem Foto der dp2q sieht man an den Bäumen im Hintergrund einen blauen Saum – das ist der Farblängsfehler.

      Damit will ich nur unterstreichen, dass es wesentlich mehr gibt, das neben Schärfe und Auflösung relevant ist.

      Gruß,
      Mario

      P.S. Davon abgesehen will ich auf keinen Fall etwas gegen deine SD1-50mm-Kombination sagen – traumhaft.

      1. Hallo,

        danke für die Ausführliche Antwort

        Quote
        Es gibt einige berühmte Fotografen, die als wichtigste Vertreter ihrer Zunft in die Geschichte eingegangen sind, bei denen kaum ein Foto scharf oder perfekt belichtet war. Ob das nun mangelnde Fähigkeiten, schlechte Ausrüstung war oder der Umstand, dass sie ihr Foto während eines Luftangriffs in Vietnam geschossen haben, interessiert heute weniger. Es ist ihre Sicht der Dinge, die sie einzigartig und unsterblich gemacht hat.
        /Quote

        Was soll mir das sagen? Wenn ich mir das so überlege dann sind die Nikons, Canons, Otuse, ARTs dieser Welt alle extrem überflüssig, eine Lomo tut´s auch.. Ein paar Sätze weiter kommst Du aber mit Farblängsfehlern die die Berechtigung des Otus zeigen sollen.

        Das passt irgendwie nicht zusammen.

        Quote:
        Damit will ich nur unterstreichen, dass es wesentlich mehr gibt, das neben Schärfe und Auflösung relevant ist.
        /Quote

        Natürlich, da sind wir uns doch einig und letztlich ist der künstlerische Wert des Bildes höher zu schätzen als die Technik dahinter. Du wirst nicht erleben das ich irgendwie die anderen, unter künstlerischen Aspekten entstandenen Bilder, Deines Blogs bewerten werde. Aber hier wurde so über die Maßen von dem Otus geschwärmt und dann die mögliche, erwartete Leistung nicht ansatzweise gezeigt. Nur darauf wollte ich aufmerksam machen.

        Quote:
        Davon abgesehen will ich auf keinen Fall etwas gegen deine SD1-50mm-Kombination sagen – traumhaft.
        /Quote

        Danke für das Kompliment, das habe ich auch nicht ansatzweise so aufgefasst. Ich habe mit Contax und Zeiss fotografiert, mit Olympus, mit Sony, ich habe mir Bilder der Nikons und Canons reichlich reingezogen. Doch was die Merril mit dem 1.4/50 oder mit dem 1.8/18-35 zeigt schlägt sie alle.

        Mein großer, mit Sicherheit unerhört bleibender Wunsch…………..

        Eine Kamera mit dem Auflösungsvermögen einer Merrill und der Ausstattung und Performance einer Sony Alpha 7II. Dann würde ich tatsächlich über das ein oder andere Otus nachdenken und für den täglichen Gebrauch (Urlaub usw.) die ART´s von Sigma verwenden.

        :-)

  4. @Theowinterscheid, beim Nicken zu „B)“ hab ich mir jetzt fast den Hals ausgerenkt. Wobei sich meine Merill auf die DP3M bezog (in Amazon Aktion für irgendwas um 400€, also mit Sensor 1/10 Otus), die den Bayer Sensor der D8x0 einfach als fade Kachel deklassiert. Das wird Canon auch nicht viel anders gehen.

    Bei Sonnenlicht und mit Stativ darunter und mit f/2.8 für alle Linsen.

    Bei Zeiss geht’s aber nicht allein um die holy resolution. Nachtaufnahmen oder Offenblende in den Ecken und Rändern des Bildes – da zeigen sich dann in jedem Fall die 4000 €, egal, wieviel MP dahinterstecken. Dennoch schätze ich das 50/1.4 ART allein wegen AF in Verbindung mit den sehr coolen AF Sensoren von D810 und mehr noch D750. Ich hab‘ den Eindruck, mehr als 2 Photonen brauchen die nicht. Ich hatte mit dem 55er Otus nachts massiv Mühe, die Schärfe hinzubekommen. Mit aufgesteckter Displaylupe, wohlgemerkt, an einem besseren Display als das der D800.

    Die Scharfstellung mit der LED im Sucher haut halt leider nicht hin, abgesehen davon, dass Nikon mal wieder die unergonomischste Lösung gefunden hat – wer kann schon auf zwei Stellen gleichzeitig schauen?

    Ich finde 2…3° Drehwinkel des Fokusrings (beim Art), während dem die „Schärfe OK“ Diode leuchtet, zu ungenau – der AF wusste es einfach immer besser, von „schneller“ abgesehen. Der grössere Drehwinkel des Zeiss hilf leider nichts, da dreht man dann halt 5° weit (hab’s nicht gemessen, aber es ist nicht einfach nur genau eine Position).

    1. Aaahh, danke dir, dass du die „holy resolution“ als Maß aller Dinge deklassierst – das ist ein Kampf, den ich auch immer wieder führen muss. Und ja, ich glaube, für mich wäre die Nikon+Sigma-Kombination im Grunde auch verlockender. Die Möglichkeit, auf hohem Qualitätslevel mit verdammt gutem AF in praktisch jeder Situation fotografieren zu können, wäre mir wichtiger als die Nunplusultraüberschärfe ohne Aberrationen in der Nacht. Wobei das auch ein Fall wäre, den ich seltener fotografiere, das beeinflusst auch eine solche Entscheidung.

      Wenn man schon auf hohem Niveau meckern will, dann ist auch deine Bemerkung zum Drehwinkel berechtigt. Nimmt man den Schärfeindikator der Nikon als Anhaltspunkt, dann blinkt der munter vor sich hin, auch wenn man mit Schmackes am Fokusring dreht. Das Otus kann man durch bloßes anatmen scharfstellen – hilft aber nix, wenn die Kamera was anderes sagt oder der LCD zu breiig ist, um es beurteilen zu können.

      Gruß, ml

      P.S. Was heißt hier überhaupt „unergonomisch“? Du wirst doch wohl mit beiden Augen in den Sucher schauen können! Eins auf das Motiv, das andere quetscht du runter auf den Schärfeindikator. tsts….

  5. Nicht, wenn ich im Haikäfig Hundebabies knipse. Da hab ich sowieso dann die Taucherbrille auf, soviel Style muss sein. Und eben, der Schnorchel klemmt manchmal an der Augenmuschel fest. Oder hast Du etwa auch keine Sucherlupe MD17, oder wie der Scherben heisst?

    Ich mein‘ halt nur, da Nikon die Fokusrahmen ja sowieso beleuchten kann, könnte man doch auch mit einem roten Rahmen „scharf“ anzeigen? Zu avantgardistisch? Ja, was wizzemachn, dacht ich mir schon.

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