apricot 2

Wie fotografiert man Abweisung?

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model: angie

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8 Gedanken zu “apricot 2

  1. Erst wollte ich sagen „Danke für dieses fantastische Bild mit dem bittersüssen, bedauernden Zug am Mund“ – nun lese ich, es ging um „Abweisung“.

    Hmmm. Sorry, das war nicht mein Eindruck der Bildaussage.

    1. Joju!

      Ich find’s toll, dass dir der Mund in dieser Form aufgefallen ist. Du kannst dich anscheinend gut in die Motive dieser Serie einfühlen. :)

      Bedauernd könnte ich nachvollziehen. Aber nicht im Sinne von traurig, sondern eher von „tut mir leid, dass du nicht bist, was ich mir vorgestellt habe.“ Lies gern mal, was ich Marions Kommentar geantwortet habe. Dort umreiße ich meine Vorstellung der Abweisung in dem Bild genauer.

      Gruß,
      Mario

  2. Für Abweisung ist mir das Foto noch zu offen. Diese hübsche junge Frau ist dem Betrachter frontal zugewandt, auch wenn sie den Kopf dreht. Für Abweisung bräuchte es für mein Gefühl auch ein Wegdrehen oder einem den Rücken zudrehen. Hm, interessante Aufgabenstellung.

    1. Ich glaube, damit haben mehrere ein Problem. Und genau das ist für mich der Inbegriff der suptilen Abweisung. Wenn sich mir jemand entgegen lehnt, wenn er entblöst scheint, mich lockt, mir nahe ist.
      Und dennoch von mir abgewendet.

      Die Abweisung spricht auch aus der Form der Lippen zu mir. Minimal, nur einen kleinen Hauch zusammengepresst. So als soll ein falsches Wort nicht gesprochen werden, das dennoch da ist.

      Gruß,
      Mario

      1. Hallo Mario,

        genau, die Lippen sind so ungefähr das Einzige, das die Ablehnung – für mich – optisch signalisiert.
        Live würde man sie natürlich spüren können.

        Deine Interpretation finde ich aber recht spannend. „Der Inbegriff subtiler Abweisung…“ Ich fürchte, sie kann noch mehr verletzen, als offen gezeigte.

        Gruß, Marion

      2. Genau das ist der Punkt!

        Leicht gekräuselte Lippen etwa und ein kalter Blick sind für mich grauenerregender als ein Wort in Zorn. Ein Körper im Licht vor mir, nah genug zum Berühren und dennoch kalt wenn ich es tue ist für mich grauenerregender als eine Körperhaltung, die sich nach hinten neigt und meinem Griff ausweicht.

        Und genau das ist dieses Bild – warmes, schmeichelhaftes Licht, ein lebendig scheinender Mund. Jedoch abgewendet, scheinbar versteinert und all das ist unerreichbar für mich. Ich kann es nicht berühren.

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