shoes 03

Weniger zeigen, mehr vermitteln.

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Model: Steph

Wer so ähnliche Motive schonmal ausprobiert hat, wird gemerkt haben, dass es gar nicht so leicht ist, den Punkt zu finden, an dem man das Bild beschneidet.

Wenn möglich, dann mache ich es wie die Fashion-Fotografen mit ihren Mittelformatkameras: ein Model immer insgesamt aufnehmen. Dank der gigantischen Auflösung, die man mit solchen Kameras zur Verfügung hat, kann man auch später noch problemlos auf die gewünschten Bildbereiche zuschneiden. Die Nikon D800 gibt mir mit ihren 36 Megapixel dieselben Möglichkeiten an die Hand, die ich gern nutze.

Auch für Bilder dieser Serie habe ich Steph komplett aufgenommen und erst später zugeschnitten. Denn wie gesagt, den richtigen Punkt zu treffen, ist nicht einfach, denn hier geht es um die Psychologie beim Betrachter. Alle Linien in diesem Bild sickern von oben her herein und vereinen sich nach unten hin. Ich muss allerdings ein Gefühl für den Rhythmus bekommen und daher reicht es nicht, direkt bei den Händen abzuschneiden. Etwas weiter oben ist auch zu früh, denn ohne das Ende der Taille und dem Bereich an dem der Körper wieder etwas breiter wird, sähe es unnatürlich und viel zu dünn aus.

Letztlich gilt: Lasst bei einem Bild genau das weg, was sich der Betrachter vorstellen kann, aber unbedingt sehen will. Es ist wichtig, dass er sich vorstellen kann, was er nicht sieht und dass er so verlockt wird, dass er es unbedingt sehen will. Gelingt euch das, dann habt ihr ihn in der Tasche. :)

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