chalice

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Model: Angie.

Angesichts von „waves 02“ fielen letzte Woche dem talentierten Stefan Holl die wesentlichen Elemente meines Bilds ins Auge: Minimalismus und Formensprache. Wer seinen Blog kennt, weiß, dass er sich mit diesen beiden Elementen auskennt. Und ich fühle mich geschmeichelt, wenn das auch aus meinen Bildern hervorgeht.

Mit „chalice“ wollte ich dieses Prinzip nahe gen Spitze treiben. Aber auf natürliche Weise. Vielleicht habt ihr davon gehört, dass bei Modelshots das Gesicht der Frau oder des Mannes knallhart gespiegelt wird, damit es symmetrisch aussieht. Grenzt für mich an Perversion, aber ich wollte das Gefühl nachbilden.

Also habe ich mein hübsches Model auf eine Art fotografiert und beleuchtet, die nahezu alles natürliche bis auf einen Grundsatz des visuellen reduziert. Bis zu einem Punkt, an dem Charakteristika ihre Bedeutung verlieren, an dem sich Formen aus Licht und Schatten bilden.

Übrigens: Etwas ähnliches habe ich auch mit den „puppet portraits“ versucht – dort jedoch nicht ganz so abstrakt und auf gegenteilige Art.

Mehr! Fotografie und Digial Art.

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11 Gedanken zu “chalice

    1. Hallo Ray!

      Danke dir – das entspricht ziemlich genau dem Gefühl, das ich vermitteln wollte. Ich wollte es nicht zu abstrakt und unnatürlich wirken lassen, darum gibt es auch nur sehr wenig Beauty-Retusche im Gesicht. Das macht das Gesicht greifbarer und echter trotz der vermeintlichen Perfektion, die einem entgegen schlägt.

      Gruß, ml

  1. Gefällt mir – mal wieder – ausgesprochen gut. Ob man da wohl einiges aus der Psychologieschiene reininterpretieren kann? Privat bin ich alles andere als minimalistisvh, meine Wohnung platzt aus allen Nähten :-D

    1. Vielen Dank, Sarah.
      Ich würde ja behaupten, dass man in nahezu alles menschliche etwas „aus der Psychologieschiene“ reininterpretieren kann. Ich wäre ja gespannt, zu erfahren, an was du da denkst. Aber vielleicht nicht an dieser Stelle hier.. :)

      Davon abgesehen finde ich übermäßig lebendig gefüllte Lebensräume charmant, der Beweis: Fülle.

      Gruß. ml

  2. Das Licht am Hals! Die Linien! Als ob sie aus sich herausstrahlt, sich selbst im Wege stehend. Wahnsinn. Fremdartigschön. Ist’s ein Alienwesen gar? Wie sieht der Körper dazu aus? Es reißt einen zum Mehrsehenwollen hin.

    1. „Als ob sie aus sich herausstrahlt, sich selbst im Wege stehend.“ – eine interessante Interpretation, wie ich bemerken darf, liebe Frau Knobloch. Erscheint im ersten Moment verwirrend und paradox, doch der zweite Gedanke verrät: tun wir das nicht alle ums ein und andere Mal?

      Die Lust am Mehrsehnwollen ist mir übrigens ein ganz besonderer Lohn. Nicht viel mehr liegt mir am Herzen, diese zu wecken.

      Grüße, ml

  3. Wieder mal ein Knallerbild, super! Wobei ich gerade die Kombination aus Symmetrie und Asymmetrie hier besonders stark finde. Mein Blick landet immer wieder bei den Haaren, die hier auf dezente Weise und doch deutlich der Symmetrie entgegenwirken.
    Ein herzliches Dankeschön für die schönen Worte zu meinem Blog, auch ich fühle mich geschmeichelt!
    Viele Grüße, Stefan

    1. Mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen, Stefan. Nur wenige entdecken die Anspielung mit den Haaren bewusst. Die meisten verarbeiten den Eindruck unbewusst. Aber er ist wichtig, denn von Perfektion ermüden die Augen. Trotz aller Symmetrie im Bild findet sich ein Quentchen des Gegenteils und sorgt damit für eine seltsame aber vertraute Ablenkung.

      Gruß, ml

      P.S. Keine Ursache, wegen der Erwähnung. Das sehe ich genau so und war mir ein Vergnügen. :)

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