Symmetry – a palindromic Film [KW04/2014]

Toll! Tolles Video der Woche, das ich euch heute empfehlen möchte.

Wahrscheinlich alle von euch werden schon einmal von einem Palindrom gehört haben, ohne sofort zu wissen, was das ist. Es beschreibt eine Zeichenkette, die sowohl von vorn als auch von hinten gelesen werden kann und dasselbe Wort ergibt. Zum Beispiel „Anna“ oder „Reliefpfeiler“. Ein Palindrom ist also Symmetrie in geschriebener Form. Und das aktuelle Video der Woche ist Symmetrie in bewegten Bildern.

Wir sehen einen jungen Mann, der mit seiner Beziehung nicht mehr klar kommt, sie beendet, in Wut und Verwirrung umher irrt, jemanden anderen kennen lernt, zu ihr geht und ausgeglichen scheint. Und dann sehen wir dieselbe Geschichte nochmal. Rückwärts und gespiegelt, aber die Story bleibt die gleiche.

Ich will „Symmetry – a palindromic Film“ eigentlich gar nicht totquatschen, schauts euch lieber selbst an. Aber Respekt an die Macher und Yann Pineill, dessen Abschlussarbeit dieser Film ist. Jede Bewegung, Geste und Mimik so abzustimmen und dann den Schnitt und die Musik so einzusetzen, dass die Geschichte auch rückwärts zum gleichen Moment funktioniert ist eine tolle Leistung.

Ich kenne viele Leute, die sehen einen Film, der nicht klar zu deuten ist und sie winken dann ab oder ärgern sich über die „verschwendete“ Zeit. Ich dagegen bin total begeistert, wenn ich etwas begegne, das nicht so leicht zu verstehen ist (Frauen beispielsweise) und das mich dazu anregt, mich damit zu beschäftigen. Wie ist das mit euch?

Symmetry – a palindromic Film [link] ist das Video der Woche vom 20.01.2014 bis 26.01.2014

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4 Gedanken zu “Symmetry – a palindromic Film [KW04/2014]

  1. Wow – wunderschönes Fundstück, ich bin total begeistert!
    Es gibt auch noch ein anderes Palimdrom, dass mir ziemlich gut gefällt: In girum imus nocte et consumimur igni – Wir gehen des nachts im Kreise und werden vom Feuer verzehrt. Das war wohl der Wahlspruch der Situationistischen Internationale.
    Oh, und besteht die Kunst „Frauen“ zu verstehen nicht darin, zu verstehen, dass sie genauso schwer oder leicht zu verstehen sind wie „Männer“? ;)

    1. Rafael!

      Na, das freut mich, dass es ankommt. Dein Palindrim hat auf jeden Fall auch etwas. Wenn in meinem Kopf nicht schon so viele Gehirnzellen verloren gegangen wären, würde ich mir das gern merken. :)
      Was deine Frauen-versteh-These angeht: Das ist ein Strecken der Waffen und die Hoffnung, dass wir selbst mindestens genauso wenig durchschaubar sind, damit es nicht auffällt, dass wir sie nicht kapieren. *g*

      Lieben Gruß, ml

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