#sfbatkid [KW47/2013]

Heute gibt es mal nicht ein reines Video um des Videos willen. Sondern eine Mediengeschichte in Bildern und Videos, die für die Story dahinter stehen. Vielleicht habt ihr die Geschichte am Wochenende mitbekommen, wie ein kleiner Mann zum Helden geworden ist? Nicht? Dann macht euch auf was gefasst…

In den USA gibt es die „Make-A-Wish-Foundation„, eine Organisation, die mittels Spendengelder versucht, Wünsche zu erfüllen. Vor einer Weile bekamen sie einen Wunsch. Es ist der Wunsch des fünfjährigen Miles, der mit 18 Monaten an Leukämie erkrankte und seitdem dagegen kämpft. Er wünschte sich, einmal in seinem Leben Batman sein zu können. Make-A-Wish hat diesen Wunsch erfüllt. Auf unglaubliche Art und Weise.
In einem Satz fassen sie es wie folgt zusammen:

So instead of a city getting the hero it needs, a little hero is getting the city he deserves. (Wenn die Stadt nicht den Helden bekommt, den sie braucht, dann muss ein kleiner Held die Stadt bekommen, die er verdient.)

Make-A-Wish hat etwas ganz besonderes geplant, doch weder die Organisation, deren Website am Freitag komplett zusammengebrochen ist, noch der kleine Miles oder seine Eltern konnten sich vorstellen, was daraus werden würde.

Folgendes passierte: Der kleine Miles wusste, dass sein Wunsch in Erfüllung gehen sollte und er einen Tag lang Batman sein durfte. Er bekam einen Batman-Anzug. Was er nicht wusste, war, dass dies nur der Anfang war.
Denn er bekam auch einen Sidekick, man stattete seinen kleinen Bruder mit einem Robin-Kostüm aus. Und mehr noch: der kleine Miles Scott durfte nicht nur wie Batman aussehen, er durfte auch Batman sein.

San Francisco taufte man für diesen einen Tag kurzerhand in Gotham City um. Der Polizeichef von San Francisco persönlich rief an und bat um Hilfe. Denn am vergangenen Freitag machten gleich zwei Superschurken Probleme: der Pinguin und der Riddler. Es ging also in die Stadt – Miles wurde von einem erwachsenen Batman in einem eigenen Batmobil gefahren, gleich zwei Lamborghini sind dazu umgestaltet und gestiftet worden, und die Polizei von San Francisco stellte die Motorrad-Eskorte.
In der Stadt hatte das Batkid viel zu tun: So stieß das dynamische Duo auf eine junge Frau, die an eine Bombe gefesselt war, die der kleine Miles entschärfen musste. Aber es kam noch schlimmer: Zwischendurch rief immer wieder der Polizeichef an, um vorzugeben, wo das nächste Unglück geschah.

Der Riddler hatte sich just diesen Tag ausgesucht, um eine Bank zu überfallen. Also ging es schnurstracks in Eskorte durch die Stadt zur Bank. Dort kämpfte Batkid gegen den Superschurken, der von einem Schauspieler verkörpert wurde, und siegte unter tosendem Beifall der Schaulustigen.

Inzwischen war die USA auf die Story aufmerksam geworden, die sozialen Netzwerke liefen über und selbst der Präsident Barack Obama twitterte darüber:

Damit aber noch nicht genug: Nachdem Riddler das Handwerk gelegt wurde, machte der Pinguin Radau. Er hatte das Maskottchen der San Francisco Giants, Lou Seal, entführt, das befreit werden musste. Dazu musste unter anderem ein Hindernis-Parcours überwunden werden. Über das Stadion der Giants flog schließlich ein Flugzeug mit einem Banner „Wünsche werden wahr“.
Als große Belohnung für all die erlebten Abenteuer wurde dem kleinen Miles Scott schließlich vor der San Francisco City Hall der Schlüssel zur Stadt überreicht

In diesen unglaublichen Tag waren insgesamt über 12.000 freiwillige Darsteller und Helfer involviert. Selbst die Medien haben innerhalb der Story agiert und große Sender wie ABC und CNN haben live von den jeweiligen Orten berichtet, an denen Batkid aktiv war.
Der San Francisco Chronicle bekam außerdem eine spezielle Titelseite, wurde für einen Tag so zum Gotham City Chronicle und berichtete über die Abenteuer des kleinen Superhelden. Selbst die US-Amerikanische Staatsanwaltschaft und das FBI machten mit. Sie erzählen eine eigene Story darüber, dass sie die beiden Schurken schon seit langem jagen und dem Batkid dankbar sind, dass er sie endlich gestoppt hat.

An diesem Wochenende bekam der kleines Miles Scott, der in seinem jungen Leben bereits eine harte Zeit hinter sich hat, vermutlich das Geschenk seines Lebens. Eine ganze Stadt hat mitgeholfen, dass der kleine Mann einmal in seinem Leben in die Haut seines liebsten Superhelden schlüpfen konnte.
Die Geschichte verbreitete sich wie ein Lauffeuer in den USA und auf der Welt, die sozialen Netzwerke waren voll von dem Hashtag „#SFBatKid“ und die Straßen von San Francisco waren überlaufen von Zuschauern, die den winzigen Superhelden anfeuerten.

Und am Ende des Tages veröffentlichte der Präsident der Vereinigten Staaten sein erstes Twitter-Kurzvideo überhaupt, um dazu zu gratulieren, wie BatKid Gotham City gerettet hat:

#SFBatKid ist das Video der Woche vom 18.11.2013 bis 24.11.2013

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