Fujifilm X-M1 [Testbilder]

Fujifilm arbeitet permanent am Ausbau seiner (nicht mehr ganz so neuen) X-Serie und schafft ständig Nachschub an Kameras und Objektiven. Jüngst in meinen Griffeln gewesen: die X-M1
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Eindruck

fujifilm-x-m1_lineupDer Markt an spiegellosen Systemkameras ist mittlerweile breit gefächert und im Laufe der Zeit habe ich ein paar Markennamen und Kameraserien herausgefunden, die ich unter verschiedenen Bedingungen empfehlen würde. Die X-Serie von Fujifilm gehört auf jeden Fall dazu. Die Kameras machen sehr sehr viel richtig. Ich mag das schicke und hochwertige Design, das Retro-angehaucht ist und die Modelle vermitteln ein ähnliches Gefühl wie damals meine K20D von Pentax: Einen besonderen Umgang mit Licht. Das liegt nicht zuletzt an dem hervorragenden Sensor, einer Eigenentwicklung von Fujifilm, der für gewöhnlich einen enorm hohen Dynamikumfang gewährleistet. Der Lohn sind reichhaltige Bilder, die aus dem Schatten heraus bis in lichte Bereiche nach Details gieren.

Eigenschaften

fujifilm-x-m1_operationDie X-M1 ist das nochmal kompakter gestaltete Modell der Familie. Als Platzhirsch agiert die X-Pro1, gleich dahinter rangiert die erst vor wenigen Tagen vorgestellte X-E2 und noch eine winzige Note kleiner und handlicher ist die X-M1. Dafür muss sie jedoch auf eine separate Sucherlösung verzichten und wird komplett über den LCD bedient.
Auch das Gehäuse wirkt geradliniger und moderner. Die Retro-Teilung in Metall und Kunststoff bleibt erhalten, die Oberfläche ist jedoch weniger verspielt und auf der Rückseite fehlt die Lederimitation anderer Modelle. Ein paar Tasten hat man eingespart, die restlichen näher zusammen gerückt und ungewöhnlicherweise ein Einstellrad auf der hinteren Seite senkrecht nach oben rausschauen lassen. Einstellräder gibt es sowieso genug und die Steuerung der Kamera ist sehr angenehm. Deutlich abgesetzt von der Profi-Anordnung der X-Pro1 zwar, aber vor allem für Einsteiger gewohnt und gut nachvollziehbar.
Der X-Trans-Sensor bietet die klassenüblichen 16,3 Megapixel Auflösung, nimmt Bilder und Videos auf und lässt sich auf eine Lichtempfindlichkeit von bis zu ISO 25.600 hochjubeln. Ansonsten bietet sie zwar übliche Kost aber schöne Bilder. Etwas ungewohnt sind vielleicht die Bezeichnungen der Bildstile, die sich an den Namen ehemals weit verbreiteter Fuji Analogfilme orientieren, aber so etwas trägt zum Retro-Charme bei.

Wer auf weitere technische Spitzfindigkeiten aus ist, darf sich gern hier reinschmökern, ich trete die mal nicht separat breit. Zusammengefasst würde ich sagen, dass alles drin, dran und drum ist, um die allermeiste Zeit sorglos damit Foto-Situationen bewältigen zu können.

Performance

fujifilm-x-m1_dialsIm Osten nichts Neues, könnte man sagen. Macht aber nüscht, denn die X-Kameras sind ja bewährt. Da die X-M1 in der unteren CSC-Klasse angesiedelt ist, darf man keine absoluten Spitzenleistungen erwarten. Egal wie groß sie ist: von einer Systemkamera erwarte ich eigentlich Systemkameraleistungen, daher wundert es mich ein wenig, dass die X-M1 „nur“ Verschlusszeiten zwischen 60 Minuten und 1/4.000 Sekunde schafft. Warum ist sie eigentlich nicht so schnell wie meine D800, die eine 1/8.000 Sekunde packt? Schließlich hat die Fuji keinen Spiegel, der erst hochklappen muss.
Egal, Käufer der X-M1 wollen für gewöhnlich auch keine Raketenstarts oder Pfeile im Flug fotografieren. Alles andere macht sie sehr gut und strapaziert auch den Akku nicht zu schwer. Wo es ein bisschen hakelig werden kann, sind die Moiré-Effekte beim Filmen. Die sieht man unter Umständen sehr deutlich, doch hier bekleckert sich die Konkurrenz auch nicht gerade mit Ruhm.

Fazit

Schöne kleine Kamera. Die Fujifilm X-M1 schmeichelt der Hand, ist sehr kompakt und lässt sich gut bedienen. Habe ganz vergessen zu erwähnen, dass sich der Monitor auch klappen lässt. Die ganze Kamera lädt so ganz besonders zu Streifzügen durch die Stadt ein, um der Street Photography zu huldigen.
Immer wieder etwas besonderes ist der hohe Dynamikumfang der X-Kameras – die Bilder sind in Raw geschossen bereits sehr gut ausbalanciert und brauchen erstaunlich wenig Nacharbeit beim Entwickeln. Dazu sei auch angemerkt: um so weit zu kommen, bloß nicht in ein billiges Zoom investieren! Bei den Bildern oben kam das Premium-Standardzoom FUJINON XF 18-55mm F2.8-4 R LM OIS zum Einsatz. Inzwischen gibt es eine günstigere Alternative, die allerdings auch gar nicht so schlecht ist. Mehr über das neue XC 16-50mm findet ihr demnächst hier im Blog.

Mehr…

… Testbilder zu verschiedensten Kameras und Objektiven gibt es hier.

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5 Gedanken zu “Fujifilm X-M1 [Testbilder]

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