Leidenschaft

Warum sind einem Fotografen Momente so wichtig?

nikond800-unedited-higlights_001_onlineWarum hat er die Kamera in einem Moment dabei, in dem andere nur an ein Foto denken würden?

nikond800-unedited-higlights_002_onlineWarum komponiert sein Geist Bilder, selbst in den flüchtigsten Augenblicken?

nikond800-unedited-higlights_003_onlineWarum verlangt er nach Leistung, die ganz bestimmte Ansprüche erfüllen soll?

nikond800-unedited-higlights_004_onlineWarum schleppt er eine Kamera mit sich herum, die fast ein Kilogramm wiegt, während andere lieber mit dem Handy Fotos machen?

nikond800-unedited-higlights_007_onlineWarum denkt er in Farben, Formen, Kontrasten und Belichtungszeiten?

nikond800-unedited-higlights_005_onlineWarum sieht ein Fotograf den Alltag anders als andere?

nikond800-unedited-higlights_006_onlineWas bringt ihn dazu, unanständig viel Geld in eine Kamera zu stecken, die manch einer als unhandlich, zu teuer und zu schwer bezeichnen würde? Warum verlangt er außerdem eine Speicherkarte, die das doppelte einer Kompaktkamera kostet?

nikond800-unedited-higlights_010_onlineWarum fotografiert er „irgendwas“, während andere in seiner Umgebung mit sich selbst beschäftigt auf das eigene Handy-Display starren?

nikond800-unedited-higlights_008_onlineWarum ist ein Fotograf stets auf der Suche nach Emotionen in statischen Bildern?

nikond800-unedited-higlights_009_onlineDie Antwort auf all diese Fragen ist dieselbe und ganz ganz einfach. Sie steht im Titel dieses Artikels.

Und sie ist der Grund, warum ich meine Seele verkauft habe (was zugegeben echt billig war) und mein Herzblut durch meine Hände in eine Maschine pumpe.

Ich fotografiere fast, seit ich eine Kamera halten kann. Bis auf die allererste, die ein Geschenk meiner Eltern war, habe ich mir das Geld für jede neue Kamera eisern zusammen gespart. Während manch ein anderer Fotograf, den ich kenne, aus Überzeugung Kompromisse eingeht und eine kleinere, handliche Kamera wählt, bin ich aus Überzeugung kompromisslos. Mit jedem Modell möchte ich einen Schritt weiter gehen. Noch etwas mehr lernen.

All die Bilder oben sind unbearbeitete Schnappschüsse aus meiner neuen Kamera. Der Nikon D800.

nikond800

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13 Gedanken zu “Leidenschaft

  1. Es sind nicht „nur“ deine Bilder, sondern auch deine Texte aber auch deine ausgewählten Filmchen die pure Leidenschaft ausdrücken.
    Seit ich dein Blog verfolge – und ich bin glücklich es gefunden zu haben – spüre ich ganz deutlich wie bewusst du fühlst und handelst und wie intensiv du wahrnimmst und wiedergibst.

    Ich denke du könntest zu den wenig übriggebliebenen Menschen gehören, die sich selbst nicht aus den Augen verloren haben :D. Ein echter Künstler eben!
    Das jedenfalls empfinde ich in der Botschaft deines Blogs, ohne dich zu kennen.

    Mit deiner neuen Kamera ( Maschine ;) ) wünsche ich dir weiterhin viel Spass und Freude.
    Wiedermal allesamt wunderschöne Augenblicke, die du klasse festgehalten hast!

    sonja

    1. Mensch Sonja, das ist eines der schönsten Komplimente, die ich je bekommen habe. Dass dich meine Arbeit so erreicht und diesen Eindruck transportiert, ist das zweitschönste Kompliment an das, was ich tue.

      Es ist tatsächlich so, dass ich bewusst einige Zeit in meinem Leben darauf verwendet habe, herauszufinden, wer ich bin und was ich tue. Das hat unweigerlich dazu geführt, dass ich Dinge tun und verwirklichen konnte, die meinen ganz persönlichen Vorstellungen entsprechen. Dazu gehört das Schreiben, das Fotografieren und die Möglichkeit, selbst schon einen (kleineren) Film gedreht zu haben.

      Eine zweite Herausforderung, die ich über die Jahre meistern musste, ist das Verhältnis von Vernunft und Leidenschaft. Von Dingen, die man nicht tun sollte und Dingen, die man einfach tun muss. Es gibt keine ultimative Entscheidung dafür, doch inzwischen habe ich eine Balance gefunden, mit der ich leben kann. Das Ergebnis findet man hier im Blog.

      Vielen lieben Dank für die Bestätigung.
      Gruß, ml

    1. Hallo Petra!

      Ich weiß gar nicht, ob Männer (Fotomacher) so denken – ich tue es :) Aber interessant, wie du es aufnimmst. Ich bin neugierig: was genau an dem Text empfindest du als die typischen Männer-Gedanken?

      Gruß, ml

  2. Ich reihe mich bei den Mädels mal ein. ;-)

    Die paar Bilder, die ich jetzt – nachdem Sonja mit den Link geschickt hat – gesehen habe, gefallen mir sehr. Du scheinst die Augen immer offen zu haben, Dir beim Fotografieren einiges vorher (!) zu denken um dann die passende Perspektive zu wählen. Auch die Bildausschnitte sprechen mehr als 1000 Worte. Da folge ich gerne um das weiter zu beobachten.

    Gruß
    Bruno

    1. Hallo Bruno!

      Dann willkommen hier, freut mich, dass du her gefunden hast und natürlich vielen Dank fürs Folgen. Das erwidere ich umgehend und spreche schonmal mein Kompliment für deine fantastischen Makros aus.

      In deiner Interpretation steckt tatsächlich viel wahres. Mit analogen Kameras habe ich das Sehen gelernt und oft denke ich mir: Hey, die Person da müsste an dem Haus vorbei gehen und ich müsste gegen das Licht stehen und das Foto im Hochformat aufnehmen. Und dann geht die Person da vorbei und ich habe den Finger bereits am Auslöser. Nicht immer gelingt das Komponieren oder man braucht etwas mehr. Menschen im Studio fotografiere ich fast grundsätzlich ganz und schneide dann bis auf einzelne Körperpartien zu, damit Teile zu Formen werden und das Auge wandern kann, um sich wohl zu fühlen.

      Die neue D800 gibt mir mit ihrer wahnwitzigen Auflösung und Schnelligkeit genau das, was ich brauche und darum keine Sorge, da kommt noch eine ganze Menge mehr… ;)

      Gruß, ml

      1. Danke für die Blumen. Macro-Zeit ist für mich eigentlich immer nur im Frühjahr und im Sommer. Da kriecht und krabbelt es ja überall. Dann muss man sich mal wirklich Zeit nehmen.

        Das Komponieren von Personenfotos – insbesondere Street – bereitet mir Schwierigkeiten. Und sei es nur allein der Rechte an den Bildern wegen. Da bekomme ich dann irgendwie nicht die Kurve. Aber wenn ich hier so einige Bilder sehe, bekomme ich schon regelrecht lange Zähne…….

        Drum favorisiere ich dann eher Stilleben und sonstiges.

        Gruß
        Bruno

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