Sozialfotograf

Schnell mal ein Bild hochladen! Schnell mal den anderen zeigen und oh hey… das schon gesehen? Wie findest du es?

Soziale Netzwerke sind eine tolle Möglichkeit, seine Fotografie mit Leben zu erfüllen. Denn was sind Bilder schon, wenn sie niemand betrachtet und sich Gedanken dazu macht? Diese Gedanken zu erfahren, kann die Motivation eines Fotografen sein oder auch seine Belohnung. Oder der Grund, noch besser zu werden. Gründe und Nutzen gibt es viele, seine Bilder zu teilen, doch wo?

Diese Frage stelle ich mir tatsächlich, denn ich bin in mehreren vertreten und spüre immer wieder, dass es mir schwer fällt, sie alle gleichzeitig zu füttern. Dank moderner Werkzeuge ist das nicht mehr sooo schwer, aber sie erstmal auf den gleichen Stand zu bringen oder zu entscheiden, was man wo postet, kann eine Arbeit sein, die einen davon abhält, es wirklich zu tun.

Also hier ein Brainstorming, was sich für einen Fotografen so anbietet. Ich treffe bereits hier eine Auswahl, die nicht zu verachten ist. Möchte man als Fotograf in der Welt der sozialen Netzwerke unterwegs sein, möchte man vielleicht ein gewisses professionelles Image nach außen tragen und keine Partybilder vom letzten Wochenende posten oder sich mit Verflossenen auf der Pinnwand des anderen zanken.

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Facebook

socialbutton_facebook_128DAS soziale Netzwerk. Noch. Oder?
Pro: Weil einfach jeder drin ist. Bilder posten geht schnell und einfacher, man kann rasant Feedback bekommen und seine Fotos einem potentiell enormen Publikum zeigen.
Kontra: So langsam veraltet die Technik. Im Vergleich mit Konkurrenten ist die Bedienung (gerade für Fotografen) auf fast allen Plattformen ein Krampf. Die Aufmerksamkeitsspanne von Facebook-Nutzern ist extrem kurz. Bekommt dein Foto nicht in den ersten paar Minuten ein paar likes wird es untergehen und nach einer Stunde komplett vergessen sein. [ml@facebook]

Google+

socialbutton_googleplus_128Der direkte Konkurrent und Freund des Fotografen.
Pro: Weil nicht jeder drin ist. Zumindest in meinen Kreisen weit weniger „Gehirnmüll“ im täglichen Stream als anderswo. Die Technik ist absolut top und stark auf Bildpräsentation ausgelegt. In vielen Details ist G+ dem blauen Riesen um einige Schritte voraus.
Kontra: Viele Leute, die man persönlich kennt, sind nicht bei Google+ [ml@google+]

Deviantart

socialbutton_deviantart_128Kunstplattform. Mekka für Fotografen
Pro: Eine der absolut größten und bekanntesten Plattformen für Fotografen und Künstler jeder Art. Hier werden deine Bilder richtig präsentiert. Man kann ernsthafte und gute Kritik bekommen und sich Inspiration bei so vielen verdammt guten Fotografen holen.
Kontra: Gut, aber nicht perfekt ausgebaute soziale Komponente. Bekannt werden deine Bilder, wenn du sozial sehr aktiv bist. Lässt du es schleifen, gehst du in der Masse unter. Und: weil das Qualitätslevel sehr hoch ist, neigt man dazu, nicht alles dort zu posten. [ml@deviantart]

fotocommunity

socialbutton_fotocommunity_128Das europäische/deutsche (und ein bisschen englische) Pendant zu deviantart. Ich habe selber keinen Account dort, jedoch mal für einen Artikel recherchiert: Als Pro wäre eine sehr große deutschsprachige Community, eine integrierte Model- und Fotografenkartei sowie eine gewisse Fotowissen-Sektion zu nennen.
Kontra wäre: Im direkten Konkurrentenvergleich ist fotocommunity zu teuer. Es gibt kostenlose Accounts, die jedoch relativ eingeschränkt sind. Eine größere Reichweite und mehr Features bekommt man woanders für weniger Geld.

Flickr

socialbutton_flickr_128Sammelbecken für alles was man irgendwie als Foto bezeichnen kann
Pro: Extreme Verbreitung. Einfacher Zugriff von praktisch überall her. Bilder, die dort gepostet sind, lassen sich über Plugins oder Skripte in nahezu jeder Art und Weise woanders leicht einbauen.
Kontra: Soziale Komponente noch etwas schwächer als bei deviantart. Die meisten Leute sind schon zu faul, ein like zu geben oder mehr als drei Zeilen zu tippen. Innerhalb von Flickr kann man aufgrund der schieren Masse praktisch keine Aufmerksamkeit erlangen. [ml@flickr]

Pinterest

socialbutton_pinterest_128Sollte mal die Nummer eins für Fotografen werden, hat aber immer mit rechtlichen Zweifeln zu kämpfen gehabt.
Pro: Schickes und modernes Design, das Fotografen entgegen kommt. Sehr visuell aufgebaut, einfache Bedienung.
Kontra: Bilder können rasend schnell geteilt, wieder geteilt, gesammelt und nochmal geteilt werden. Stellt man es falsch an, können die Fotos nur sehr schwer zum Künstler zurück verfolgt werden, bzw. bedienen sich die Nutzer gern der Fotos ohne wirklich auf den Urheber verweisen zu können oder zu wollen.

Instagram

socialbutton_instagram_128Im Grunde ein prototypisches Foto-Netzwerk. Anfangs stark beschnitten durch iOS-Exklusivität und ohne sinnvollen Web-Zugriff. Sehr stark auf eine einzelne App ausgelegt. Ich selbst konnte mich nie richtig damit anfreunden, darum kann ich hier keine Pros oder Kontras anführen. [ml@instagram]

Der eigene Ort der Mitte

Das da oben ist wie gesagt keine zufällige Auswahl. Auch, weil ich in all diesen Netzwerken vertreten bin – mehr oder weniger aktiv. Das würde ich ganz gern ändern und konzentriert ein Netzwerk pflegen, um so den meisten Nutzen daraus zu ziehen. Doch welches?

Alle sprechen mehr oder weniger stark für und gegen sich. Instagram hat sich bei mir bereits vor einer ganzen Weile disqualifiziert. Über Pinterest weiß ich nicht genug Bescheid. Per Flickr kann man potentiell extrem viele Menschen erreichen, wenn man weiß, wie man es anstellt und die Zeit investiert. Bei Deviantart bin ich schon viele Jahre, dort kann man wirklich talentierte Künstler treffen und sich selbst wie einer fühlen. Google+ ist tatsächlich toll für Fotografen, ich habe dort geschätzt achtmal soviele in meinen Kreisen wie auf Facebook und man bekommt wirklich Feedback. Die Leute dort sind engagierter.
Und Facebook? Naja, ist halt Facebook… :) Dort sind die Leute, die man kennt, die aber meist zu faul sind, echtes Feedback zu geben. Und wie schon geschrieben: Bist du zur falschen Zeit aktiv oder kennst die Mechanismen des Netzwerks nicht, dann findest du eh keine Beachtung.

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Und ihr so?

Ihr seht: ich kann keine Entscheidung treffen. Was ist eure Empfehlung? Wo seid ihr aktiv und wie sind eure Erfahrungen? Ihr könnt auch gerne Links zu euren Profilen posten, wenn ihr mögt.

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5 Gedanken zu “Sozialfotograf

    1. Hallo, Ulli! Ja, wie ich im Beitrag auch schrieb: „Das da oben ist wie gesagt keine zufällige Auswahl. Auch, weil ich in all diesen Netzwerken vertreten bin – mehr oder weniger aktiv.“

      Allerdings ist fotocommunity auch keine unwichtige Plattform, gerade hier in Deutschland. Deine Begründungsvorschläge treffen beide zu: ich kenne sie kaum und finde sie nicht so gut. Ich habe jedoch mal für einen Artikel darüber recherchiert und sie deshalb (unter Vorbehalt weil kein fundiertes Wissen) mit in die Liste oben aufgenommen.

      Danke für deine Anmerkung!

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