[Workshop Bildermanagement] Zusammenfassung

Letzter Teil meines Workshops zum Bildermanagement. Eine Einleitung gibt’s hier und die Inhaltsübersicht am Ende dieses Posts. An dieser Stelle folgen nochmal eine Zusammenfassung und einige Hinweise.

Ich freue mich ja, wenn ihr den ganzen Workshop gelesen und bis hierhin durchgehalten habt. Und ich hoffe, dass für einige von euch auch etwas nützliches oder gar neues dabei war. Wie ich eingangs schon erwähnte: Die Methode, die ich zum Management meines Bildbearbeitungsworkflows verwende, erhebt ganz sicher keinen Anspruch auf uneingeschränkte Gültigkeit. Möglicherweise mache ich es mir an einigen Stellen auch zu umständlich, weil ich einige Details einfach nicht kenne. Kann ja sein. Aber ich bin der Meinung, dass diese Methode funktioniert.

Was wurde gewonnen?

icon-lg-speedGanz sicher sogar ist sie sehr zeitsparend. Es kann durchaus sein, dass ihr Teile davon kompliziert oder anstrengend fandet, aber glaubt mir: im Laufe der Zeit habe ich so einiges optimieren können und ein paar Techniken entwickelt, die mich schneller voran kommen lassen. Denkt einfach mal an die vielen Vorlagen, die wir erstellt haben. Zum Beispiel die Copyright-Infos, die Smart-Sammlungen, die Export-Einstellungen. All das macht ihr nur einmal und dann nie wieder – ihr werdet diese Werkzeuge haben und damit effektiv arbeiten können.

Windows Icons V2 programs-192Wichtig ist aber, dass ich versucht habe, Techniken zu nutzen, die nicht nur mit einem einzigen Programm funktionieren. Die Verwendung von Metadaten zur Organisation etwa, die Bewertung von Bildern – das kann nicht nur Lightroom. Adobe Bridge etwa funktioniert hervorragend zusammen mit dem beschriebenen Workflow, da es Bewertungen und Farben, die in LR vergeben wurden, erkennt und anzeigt. In Bridge kann man ebenfalls Sammlungen und sogar Smart-Sammlungen anlegen. Dasselbe funktioniert in Adobe Elements oder auch in ACDsee. Letzteres – obwohl aus ganz anderem Software-Haus – kann ebenfalls nicht nur die Schlagwörter, sondern auch die Bewertungen lesen und sogar anzeigen, die in Lightroom vergeben wurden. Das ist schonmal ein enorm großer Vorteil der Methode, die ich euch vorgestellt habe.

App Add Remove ProgramsEin weiterer Vorteil dürfte die einfache Verwaltung eines Backups sein. Ihr habt es ja gesehen: einmal alles korrekt angelegt, war wenig mehr nötig, als ein Häkchen zu setzen und das Backup zu starten. Keine manuelle Kontrolle mehr notwendig und auch wenn Monate oder Jahre vergangen sind, könnt ihr immer noch davon ausgehen, dass alles gesichert wird, ohne, dass ihr was anpassen musstet.

Das solltet ihr euch merken

Ein paar Dinge solltet ihr jedoch beachten, um die Dinge am Laufen zu halten.

  • Ich habe ja geschrieben, dass ihr relativ frei entscheiden solltet, welche Stichwörter ihr einem Bild vergebt. Es hilft aber, wenn ihr euch dabei an einige Regeln haltet.
    Entscheidet also vorher, ob ihr für die Stichwörter zum Beispiel nur Einzahl oder Mehrzahl verwendet. Das macht zum Beispiel bei dem Stichwort „Baum“ einen Unterschied. Habt ihr ein Waldfoto mit „Bäume“ versehen und sucht später nach Fotos, auf denen ein Baum zu sehen ist, dann werdet ihr es nicht finden. Stattdessen könnt ihr immer „Baum“ reinschreiben, auch wenn mehrere zu sehen sind. Oder Umlaute: eigentlich ist es kein Problem, Umlaute zu nutzen, aber wenn ihr extrem unabhängig vom verwendeten System sein wollt oder die vergebenen Stichworte auch auf internationalen Webseiten nutzen wollt, dann solltet ihr statt „ä“ lieber „ae“ verwenden.
  • Wenn ihr Metadaten in Lightroom eingebt oder ändert, immer auch diese Daten „in die Datei schreiben„, damit andere Systeme sie lesen können. Andere Programme handhaben das anders; Bridge etwa schreibt Änderungen sofort in die Datei, stellt sich aber auch komplizierter an, wenn man im Nachhinein etwas ändern will.
  • Zu Beginn des Kurses haben wir mehrmals Bilder in die Bibliothek importiert. Einmal die von der Kamera, später die final- und online-Versionen. Denkt daran, dass ihr die Ordner auch synchronisieren könnt! Um die Fotos von der Kamera zu holen, nutzt ihr dann nur noch „Importieren„, alles andere macht ihr mit „Ordner synchronisieren„. So besteht weniger Gefahr, dass ihr mal das Falsche drückt.
  • Trotzdem: schaut beim Importieren immer, ob ihr die Bilder gerade verschieben oder nur hinzufügen wollt. Habe ich selbst schon oft genug vergessen und meine Bilder sonstwo auf die Festplatte geballert.
  • Löscht Bilder, die ihr nicht braucht! Kann man nur immer wieder empfehlen. Knallharte Berufsfotografen haben dazu ein unschlagbares Rezept: wenn sie das Bild anschauen und es gibt ihnen innerhalb der ersten Sekunden nichts, dann hauen sie es weg. So abgebrüht muss man erstmal sein, ich kann das nicht :) Aber der Gedanke dahinter hat Methode: ihr entlastet euch damit von Ballast. Ihr braucht nicht nur weniger Speicher und die Backups gehen schneller, ihr bleibt auch selber motiviert, euch euren Bildern zu widmen.

Also schön, das war es an dieser Stelle. Ich hatte ja schonmal einen ähnlichen Workshop geschrieben. Ich wollte den alten eigentlich überarbeiten und wieder online bringen, doch nach dem Lesen war mir klar: vieles davon ist veraltet und einfach zu unhandlich. Was ihr hier nun hinter euch habt, ist die verbesserte 2.0-Version. Ach, was sag ich: eigentlich ist das Version 6.3 oder so. Aber auf jeden Fall habt ihr dadurch den Vorteil, aus meinen Fehlern gelernt zu haben und optimierte Arbeitsmethoden kennen zu lernen.

Letztlich habt ihr als Leser mich auch motiviert, mich erneut ein paar Tage auf den Hosenboden zu setzen und dies alles hier niederzuschreiben. Nicht nur, um euch zu zeigen, wie ich arbeite, sondern auch, um Feedback und Tipps von euch zu erhalten. Ich bin gespannt, was ihr so auf Lager habt, um noch etwas zu verbessern. Denn wir wissen ja: besser geht immer! :)


[Workshop Bildermanagement] Übersicht:

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