Senibulum (+ Video)

Derzeit läuft ja hier im Blog der Workshop zum Bildermanagement. Damit die Tage, bis der durch ist, nicht ganz so abwechslungslos sind, streue ich mal wieder was künstlerisches drunter. Die Vorstellung einer Bilderserie und dazu ein besonderes Schmankerl.

senibulum-teaser-001-online

Nach „Marks“ bin ich wieder auf den Geschmack gekommen, sehr einfache fotografische Motive mit einem Schuss Photoshop zu würzen. Dabei ist die Senibulum-Serie entstanden.

Auch hier habe ich das Ausgangsmaterial wieder als Model-Gegenlichtaufnahmen fotografiert. Dabei habe ich mich auf einzelne Körperpartien konzentriert. Ich wollte verhindern, dass der Betrachter dazu neigt, das Model als zu menschlich zu assoziieren, aber dennoch zum Entdecken angeregt wird. Die sehr harte Ausbelichtung der Körperoberflächen lässt sie fast zu Landschaften werden und ich konnte gut mit Licht und Schatten spielen. Das passt prima zu den Teilaufnahmen und der Künstlichkeit, die ich ihnen anhaften lassen wollte. Ich mag an den Bildern, dass die Motive im Grunde nur aus Formen, Flächen und Texturen bestehen.

Die Idee, einen menschlichen Körper mit mechanischen Innereien zu versehen, ist natürlich nicht neu. Allerdings habe ich es selbst noch nie in dem Maße gemacht, darum war ich neugierig. Letztlich lief es so, wie meistens: für die „Innereien“ habe ich eine Menge Aufwand betrieben und Details gestaltet, die auf dem Endergebnis gar nicht zu sehen sind. Aber ich glaube, mir und dem Betrachter gibt es ein Gefühl von Realismus. Tatsächlich habe ich mal wieder „fotorealistisch“ gearbeitet. Also auch wenn man das Bild auf 100% oder mehr vergrößert, wird man saubere Kanten und winzige Details finden.

Die Arbeit an einem der Bilder hat zwischen drei und fünf Stunden gedauert (ohne das vorhergehende Shooting). Senibulum III zum Beispiel hat nur noch rund 3,5 Stunden Arbeit gekostet, da die ganzen Maschinenelemente bereits fertig freigestellt waren. Im Original ist so ein Bild rund 40 mal 60 Zentimeter (Bildschirmauflösung), die Arbeitsdateien zirka 1 Gigabyte groß. Bei Senibulum III habe ich die „Öffnungen“ getrennt erstellt, so sind dort rund 78 Bildebenen entstanden, die meisten davon mit Masken und weiteren Einstellungsebenen versehen. Bis auf das Modelbild und die fotografierten Maschinenteile sind alle Effekte von Hand gezeichnet.

Weiter unten findet ihr noch ein besonderes Bonbon.

Die Bilder:

senibulum-001
Senibulum I
senibulum-002
Senibulum II
Senibulum III
Senibulum III

Das MakingOf-Video:

Bei der Arbeit an Senibulum III habe ich mich einfach mal selbst aufgenommen. So ist eine Zeitraffer-Aufnahme entstanden, die zirka drei Stunden Arbeit in fast 4.000 Screenshots wiedergibt. Das verschafft einen kleinen Eindruck davon, wie so ein Bild eigentlich entsteht. Viel Spaß beim Anschauen!

Senibulum III [MakingOf] [FullHD]
Music:
Deadmau5 – Ghosts n Stuff
Deadmau5 – Where (are) my keys

Note:
I don’t claim any responsibility for the songs in this video.
They are copyrighted to the owners and I’m not profiting from.

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3 Gedanken zu “Senibulum (+ Video)

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