Galaxy S3: Die Mauer zwischen Google und Outlook

Ich bin von meinem Smartphone, dem Samsung Galaxy SIII, schwer begeistert. Keine Frage. Aber ich will es auch nicht über alle Maßen loben; wir alle wissen, dass tolle Dinge auch ihre Schattenseiten haben. Kürzlich bin ich über etwas gestolpert, das mich schon nervt, aber ich habe auch eine (für mich praktikable) Lösung gefunden, die ich hier vorstellen möchte.

Seien wir mal ehrlich: jeder Smartphone-Hersteller hätte gern sein eigenes iPhone. Damit meine ich nicht die simple Hardware. Es ist bekannt, dass selbst das iPhone 5 nicht das Maß aller Dinge ist. Und ich bin persönlich davon überzeugt, dass Android einfach das bessere Betriebssystem ist. Wovon ich eigentlich rede, ist das „it just works“ von Apple. Das Gesamtpaket und das Ökosystem drumrum. Das verschafft einem Hersteller eine wichtige Marktposition.
Unternehmen, die auf Android setzen, nehmen sich ein mächtiges Betriebssystem und wollen es für ihren eigenen Auftritt verwenden. Sie versuchen, ein eigenes Ökosystem dranzukleben und das führt leider manchmal zu halbherzigen Lösungen.

Der Mauerbau

Ich benutze mein Galaxy sehr stark für organisatorische Dinge. Eine der wichtigsten Anwendungen darauf sind für mich Notizen, Kalender, Aufgaben. Notizen lasse ich jetzt mal weg, dazu nutze ich Evernote und bin mit nichts anderem zufriedener. Etwas problematischer ist auch nicht der Kalender, sondern die Aufgaben.
Hier die Erklärung: richte ich mein Smartphone ein, verbinde ich es mit meinem Google-Account und schwupp, alles wichtige ist sofort da: Mails, Kontakte, Kalendereinträge, Termine. Aber keine Aufgaben.
Die anderen Dinge werden artig und völlig reibungslos mit Google synchronisiert, so dass ich sie von dort heraus überall stets aktuell nutzen kann. Nur keine Aufgaben. Ich kann über die Anwendung „Kies“ mein Galaxy sogar mit der Desktop-Version von Outlook synchronisieren. Dann werden aber nur die Daten rübergeschaufelt und abgeglichen, die auf dem Mobilgerät liegen, nicht die, die über die Verbindung mit dem Google-Account reingeholt wurden.

Ist klar, worauf ich hinaus will? Die reibungslose Synchronisation vieler Organisationsdaten funktioniert gar nicht reibungslos oder einfach. Ich kann nicht sagen, woran das genau liegt, weil ich mich nicht da rein gelesen habe. Hat Google für Android schlicht keine passende Unterstützung der Aufgaben mitgeliefert? Will Samsung hier sein eigenes Ding durchziehen? Keine Ahnung. Hier jedenfalls die Lösung, um alles zueinander zu fügen:

Die Mauer einreißen

Ich mag die Kalender-App, die Samsung auf dem Galaxy mitliefert. Zumindest das Widget ist schick, zeigt genau das, was ich sehen will und ist deutlich designt. Das würde ich am liebsten behalten. Auch das Widget für die Aufgaben. Aber es zeigt mir keine Aufgaben an, die ich mit meiner Google Tasks-Erweiterung im Browser eingebe. Denn schließlich funzt ja die Synchronisation nicht. Dankenswerterweise bin ich nach ein wenig Recherche im Netz auf die Lösung gestoßen, die nicht nur kostenlos ist, sondern auch überraschend stark meinem Geschmack entspricht: Jorte Calendar.

Hinter dem seltsamen Namen verbirgt sich eine Art Organizer, der sich auf Kalender/Termine und Aufgaben beschränkt. Mit ihm kann ich wie auch mit der Samsung-App meine Daten von Google holen und anzeigen. Im Gegensatz zur erstgenannten aber auch meine Aufgaben. Es gibt Widgets, die ich in viel zu vielen Punkten meinem persönlichen Geschmack anpassen kann und die großartigerweise (unter anderem) genau die Kalenderdarstellung bietet, die mir am besten passt.
Klar, ein Abgleich mit Outlook über Kies funktioniert dann immer noch nicht, denn die Daten werden nicht komplett auf das Samsung-Gerät geholt. Dafür gibt es aber Tools wie gSyncit, die eben den Google-Account mit Outlook abgleichen. Und das zum Beispiel synchronisiert gleich das komplette Paket: Kalender, Kontakte, Aufgaben und Notizen (letztere übrigens auch von Evernote).
Ich kann also auf Arbeit meine organisatorischen Daten meinetwegen über eine Browsererweiterung reinpumpen, sie auf dem Smartphone verfolgen und bearbeiten und zuhause dann alles in Outlook verwalten. Nicht nötig, dazwischen das Galaxy irgendwie mit einem Rechner zu verbinden.

Ich hab die Möglichkeiten nur angerissen und den Vorgang selbst gar nicht erklärt, weil ich schon wieder einen ellenlangen Text verfasst habe, den die meisten bis hierhin vielleicht gar nicht gelesen haben. Aber wenn gewünscht und ich die Tage Zeit habe, schreibe ich das ganze Prozedere gern noch mal ausführlich auf.

Ein Gedanke zu “Galaxy S3: Die Mauer zwischen Google und Outlook

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