Instagram? Nicht für mich, danke

Sobald es Instagram für Android gab, hab ich es natürlich sofort auf mein Tablet gezerrt, um es auszuprobieren. Hat natürlich nicht viel Spaß gemacht, weil ich das Transformer nicht unbedingt immer zum Knipsen dabei hatte. Ich dachte mir also: hey, wenn du mal ein Android-Smartphone haben solltest, jaaa, dann kannst es intensiv nutzen.
Tja, mittlerweile habe ich eines und…. obwohl ich mit dem jetzt knipse, nutze ich Instagram nicht. Warum dat?

Das hat pragmatische Gründe und solche, die ich kaum erklären kann. Klar, auf dem Galaxy S3 ist der Shortcut-Button für die Kamera natürlich mit der eigenen App und nicht Instagram belegt. Kann man ändern. Ist mir aber bisher noch nicht eingefallen das zu tun. Ich habe wirklich schon einige Schnappschüsse mit dem Smartphone gemacht – weit über 200 in rund 3 Wochen – und kann nicht behaupten, dass ich einige von denen lieber mit Instagram geschossen hätte. Fairerweise habe ich einige von ihnen versuchsweise in die Instagram-App geladen und mit den Filtern rumgespielt. Aber weder die noch das quadratische Bildformat konnten mich überzeugen.

Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich „vorgeschädigt“ bin. Als Spiegelreflex-Fotograf ist mir das rechteckige 3:2-Format quasi angeboren. Ich denke in diesem Format und gestalte die Motive instinktiv danach (Personen nie in die Mitte des Bildes, Drittel-Regel, Goldener Schnitt, blabla). Das heißt nicht, dass ich das quadratische Instagram-Format verleugne und nicht nutzen will. Es fühlt sich einfach nur natürlicher an, das 3:2-Format der Galaxy-App zu nutzen. Ich hab dort sogar die „Hilfslinien“ eingeschaltet, die das Sucherbild nach der Drittel-Regel einteilen:

Womit wir gleich bei noch etwas anderem sind, das ich an dieser App unglaublich zu schätzen weiß: die Einstellung manueller Belichtungswerte! Ich kann Über- oder Unterbelichtung einstellen, den Weißabgleich oder den ISO-Wert (Blende ist natürlich überflüssig bei so einer Kamera, aber Verschlusszeit geht leider auch nicht). Und ich kann Panoramen einstellen, HDR-Bilder oder einfach nur Serienaufnahmen. Ich weiß, viele Handy-Fotografen brauchen das nicht, aber ich benutze den ganzen Kram tatsächlich. Ach ja, auf Videos kann man auch sofort umschalten. Ich muss mir also vorher nicht überlegen: will ich ein Video oder Foto machen und welche App rufe ich dazu jetzt auf?

Also obwohl ich dank dieses fantastischen Smartphones und der tollen Instagram-Android-Version jetzt die Möglichkeit habe, in das wunderbare Universum der trendigen Quadratbilder vorzustoßen, tue ich es nicht. Toll, wer das anders sieht und einen echten Nutzen für sich herausholen kann. Aber ich denke, ich bleibe erstmal bei der klassischen (und vielleicht auch untrendigeren) Methode.
Hier nochmal ein paar Beispiele, warum ich mit der Kamera und der App für Schnappschüsse absolut zufrieden bin (nix Filter, nix angepasst, pur aus dem Gerät):

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