Mass Effect 3: Breath of War

Wow. Mass Effect 3, was für ein Trip! Hat mich zu einem neuen Spielevideo animiert, dem ersten in dieser Art. Aber der Reihe nach…

masseffect1_boxIch habe damals Mass Effect 1 komplett durchgespielt. Ich weiß noch, dass es ein ganz schöner Ritt war und zu Recht als eines der besten Spiele überhaupt bezeichnet wurde. Empfand ich genauso. Die vielen Möglichkeiten, Entscheidungen und unterschiedlichen Enden bekam fast alles erst beim zweiten Durchspielen mit. Der zweite Teil drehte nochmal etwas auf und ich bemerkte vor allem, die Verbesserung der Spielmechanik. Da war wirklich vieles einfacher und unbedingt würde ich den ersten Teil nun nicht nochmal spielen müssen. Den zweiten habe ich nicht selbst gespielt, aber komplett miterlebt. Nun der dritte Teil und das Ende der Trilogie. Einige waren enttäuscht, vor allem, was das (oder die) Ende anging. Ich habs inklusive dem Extended Cut gespielt und muss sagen, dass ich zufrieden bin.

masseffect2_boxMehr als das, denn hätte ich tatsächlich von Teil 1 bis 3 durchgespielt; ich kann mir vorstellen, dass der emotionale Druck ziemlich groß ist. Mich hat es zwischendrin tierisch geärgert, wenn die „falschen“ gestorben sind und vor so einigen Entscheidungen habe ich lange nachgedacht. Insgesamt ist das Spiel fantastisch inszeniert und lässt mich nicht unbefriedigt zurück. Schließlich steht die Mass Effect-Reihe für grandioses Storytelling. Seltsamerweise habe ich nicht diesen Punkt für mein erstes Game-Music-Video gewählt, sondern die Action. Der Grund ist, dass nicht nur die Filmsequenzen im Spiel großartig gemacht sind, sondern, dass sie es teilweise mächtig krachen lassen. Irgendwann während einer dieser Sequenzen fiel mir ein Lied ein, dass ich ziemlich mag: Noisia – Machine Gun. Seitdem ich das gehört hatte, wollte ich es mit Video verbinden. Das Ergebnis könnt ihr euch anschauen.

Ich habe Mass Effect 3 in ungefähr 20 Stunden durchgespielt. Eigentlich habe ich es zweimal gespielt; zuerst mit einem selbst entworfenen, weiblichen Charakter ungefähr bis zur Hälfte. Dann hatte ich Bock, das Video zu machen und entschied mich für den vorgefertigten Commander Shepard, damit für Zuschauer später der Wiedererkennungswert höher ist. Mit ihm habe ich das Spiel dann nochmal gespielt und dabei fast jede Zwischensequenz aufgenommen. Keine Ahnung, wie viele Stunden Material das ist, auf jeden Fall sind 274 GB Full-HD-Videos zusammen gekommen.

masseffect3_boxEine Menge Holz, das überschaut werden muss. Umso komplizierter war es, das richtige Material für das finale Video rauszusuchen. „Machine Gun“ von Noisia gibt ziemlich Gas und hat ein hohes Tempo, aber es hat auch seine ruhigeren Momente. Kurz nach dem Anfang steigt der Song voll ein, hier wollte ich die brutale Invasion der Reaper auf der Erde haben, die wie eine Faust auf den Planeten schlägt. Statt großer Schlachtenszenen sollten später aber einzelne Charaktere gezeigt werden, darum machte ich auch mit kleineren Kampf- und Fluchtszenen weiter. Schließlich sackt das Tempo dann ab: Zeit, um ein paar Charaktershots einzubauen, die Schultern, auf denen das Schicksal der Galaxie liegt.
Anschließend hatte ich ein Problem: ich wollte noch die fantastischen Raumschlachten einbauen, doch wie leitet man von einzelnen Personen zu so etwas gewaltigem über? Die Lösung  besteht in einer gewissen Schnitttechnik, die mit dem Treiben der Musik harmoniert und so genannte „Entscheidungs-Einstellungen“. Also solche Szenen, in denen der Zuschauer weiß, dass etwas passieren wird oder etwas großes ansteht. Über den Bau des Tiegels bin ich dann recht einfach in den Weltraum gekommen.
Sobald die Musik wieder loslegt, bin ich auf einen anderen Edit des Lieds geschwenkt. Der Tribeat-Edit von Machine Gun legt nochmal ne Schippe drauf. Außerdem ist er etwas länger als der 16Bit-Remix und ich merkte ab der Hälfte des Videos, dass ich nicht alles unterkriege, was ich zeigen wollte. Entsprechend wild habe ich dann die Schlachtszenen geschnitten. Ähnlich wie am Anfang war das ne Menge Arbeit, denn einige Einstellungen sind nur wenige Frames, also nicht mal eine Sekunde, lang.
Dann hatte ich noch ein Problem: es waren nicht genug Raumschlachten und ich wollte die großen Kämpfe am Boden zeigen. Ich musste also irgendwie wieder runter auf einen Planeten. Zum Glück fiel mir die wundervolle Einstellung vom Anfang des Spiels ein, als die Normandy die Erde verlässt. In meinem Video bringt sie den Zuschauen wieder auf einen Planeten zurück und dort setzt sich die Action dann fort – erst im Hellen auf Tuchanka, dann im Dunkeln auf der Erde.

Das Video am Ende der Credits kommt auch im Spiel an dessen Ende. Eine Stimme erzählt hier über „die Legende Commander Shepard“. Ich fand es passend, es unter die Credits zu legen; wer das Spiel gespielt hat, wird wissen, was während der Einstellung erzählt wird und so wirkt es gleich doppelt.

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4 Gedanken zu “Mass Effect 3: Breath of War

  1. Hat dies auf Liebes Tagebuch….. rebloggt und kommentierte:
    Eine Warnung für photosensentive Anfälle hätte das Video noch zieren können…(;-), ich habe mich in dem ruhigen Mittelpart mehr zu Hause gefühlt, hat das für mich doch mehr das Spiel charakterisiert. Teil 2 war sicher noch besser und meine Shepardine ist tot, an einer Fortsetzung bin ich nicht interessiert. Mein Kumpel hat aber ein anderes Ende erlebt, schon das hebt das Spiel in den Olymp der Spielehistory.

    1. Ohoh, ich hoffe, das Video hat keine bleibenden Schäden hinterlassen! :)
      Es ist schon sehr schnell geschnitten und aufgrund der vielen inszenierten Schlachten habe ich mich von dem Track „Machine Gun“ treiben lassen. Der Mittelteil gefällt mir auch gut und ich hatte tatsächlich vor, noch ein zweites Video zu machen, das erheblich ruhiger ist und sich mit den persönlichen Momenten auseinander setzt. Die ganzen Ungewissheiten und die betrübte Stimmung vor der Endschlacht in den Ruinen der Stadt… Davon hat Mass Effect 3 ja auch eine Menge.
      Aber das ist ja auch das schöne an den Spielen: dass man sie auf so unterschiedliche Weise erleben kann.

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