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Larkfall: auf dem Weg ins Dorf

Es gibt immer noch genug Leute, die Lego als reines Kinderspielzeug ansehen. Zugegeben, es ist Kinderspielzeug. Aber es gibt fast genauso viele Erwachsene, die mit Lego „spielen“, wie Kinder. Kein Scherz. Sucht man mal im Netz nach Lego-Projekten, so stößt man in ein gewaltiges Universum vor. Leider handelt es sich dabei um ein recht abgeschlossenes Universum, denn es gibt immer noch eine Mehrzahl an Menschen, die Lego einfach nur für Spielzeug halten.

Warum ich diesen Artikel so einführe? Weil es in diesem und zwei weiteren Artikeln um eines meiner Lego-Projekte gehen wird, das unzweifelhaft klar machen dürfte, dass auch Erwachsene mit Lego spielen können, ohne sich lächerlich machen zu müssen.

Inspiration

Thematisch baue ich viele Weltraum-Modelle, vor allem Raumschiffe. Allerdings wollte ich auch mal wieder was anderes bauen und dachte dabei an eine Straßenszene. Der Gedanke kam mir (natürlich) beim einfachen aus dem Fenster sehen. Entsprechend kam mir auch ein „moderner“ Straßenzug in den Sinn aus der heutigen Zeit. Ich probierte ein wenig aus und stellte nach einer Weile fest, dass es einfach hässlich aussah. Das lag weniger an meinem Talent als an der Architektur. Zu wenige Details, zu steril und kein Charme. Also baute ich ein paar mehr Details in die Hauswand ein. Das sah schonmal besser aus und brachte mich zeitlich gesehen immer mehr in die Vergangenheit.

Ich recherchierte ein wenig und entdeckte im Internet jede Menge Architektur-Modelle, die ans Mittelalter angelehnt waren. Damit war das Setting klar; ich baute drauf los und guckte mir ein paar Techniken ab, die ich verwenden konnte.

Vignette, Diorama oder was?

So baute ich also eine Weile herum. Groß sollte das Ganze gar nicht sein, eventuell könnte man es ja mal real nachbauen. Allerdings war das, was entstand weder eine richtige Vignette noch ein Diorama.

Der „Innenhof“ und die hohen Gebäude vermittelten schon ganz gut, was ich angepeilt hatte: eine gewissen Enge und Gedrungenheit mit kunstvollen mittelalterlichen Fassaden. Das stand im Zentrum des Modells und daher hatte ich auch keine Skrupel, lediglich die Vorderseiten der Häuser zu bauen und sie hinten abzuschneiden, bzw. offen zu lassen. Die Skrupel kamen dann später.

Größer und mehr!

Je öfter ich mir das Modell von allen Seiten anschaute, desto mehr störte es mich, dass es sozusagen keine Rückseite hatte. Gerade das große Haus hinter dem kleinen Park – das ich zu einem Wirtshaus auserkoren hatte – war nicht besonders schön abgeschlossen. Ich überlegte, ob ich noch weiter bauen sollte; vielleicht die Gebäude schließen zum Beispiel. Fragte sich nur: wie weit und wieviel ausbauen? Irgendwann beschloss ich, mir erstmal keine Grenzen zu setzen.

Ursache dafür waren drei Überlegungen: ich hatte gerade ein ganz neues Thema – Mittelalter – für mich entdeckt. Zweitens: ich hatte den Extended-Modus vom Lego Digital Designer entdeckt; damit stehen einem viel mehr Bauteile und Farben zur Verfügung als bisher. Und drittens: Gerade erwachsene Lego-Architekten legen viel Wert auf einheitliche Gestaltung, gerade bei den Farben. Das bedeutet, dass man viele Teile braucht, die man meistens gar nicht besitzt. Und da für mich daher ausgeschlossen ist, dass ich das Modell jemals real nachbaue, musste ich mir auch keine Grenzen in Sachen Masse und Komplexität setzen. Schließlich würde es nur digital existieren.

Ich überlegte, welche Elemente noch eine gute Ergänzung für das Modell wären. Zum einen natürlich, das ursprüngliche Modell abzuschließen und mit Rückseiten zu versehen. Als nächstes fiel mir eine kleine Festung oder Schloss ein. Und drittens sollte ein Teil des Dorfes oberhalb des anderen liegen. Das waren die Grundüberlegungen zur Erweiterung und dann ging es fleißig ans Bauen. Als nächstes folgte der Anschluss eines erhöhten Teil des Dorfes und der Bau des Schlosses…

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