Dein täglich Google: Windows Mobile Smartphone und Google synchronisieren

In den letzten Artikeln zu diesem Thema habe ich mich mit den Hintergründen des Synchronisierens von Organizer-Daten beschäftigt und bin auf den Online-Dienst Google und verschiedene Clients eingegangen, sowie die Frage, warum es vorteilhaft ist, seine Daten zu synchronisieren.

Heute geht es zum zweiten Mal ans Eingemachte, denn an dieser Stelle setzt sich die Reihe von Tutorials fort, die erklären sollen, wie man die verschiedenen Programme dazu bringt, ihre Daten mit Google auszutauschen.

Mein Windows-Smartphone ist mein steter Begleiter und daher immer in der Nähe, wenn ich Organizer-Daten brauche oder neue erstelle. Vor allem seine Handlichkeit verschafft ihm vor dem Netbook stets einen kleinen Vorteil. Darüber hinaus ist es wesentlich schneller und öfter synchronisierbar als Outlook 2007, mit dem sich das vorherige Tutorial beschäftigte. Installiert ist darauf Windows Mobile 6.1 und weitere Software, die aber für dieses Tutorial nicht relevant ist, da nur die bereits vorhandenen Programme und Komponenten verwendet werden.

Eine alte „Krankheit“ von Handys ist es, sich oftmals automatisch ins Internet einzuwählen oder aber dann, wenn man es gar nicht will. Mittlerweile gibt es zwar auch genügend Datenflatrates, aber eine echte Flat bietet fast kein Anbieter an und so kann ein unfreiwilliger Ausflug ins Internet schnell mal richtig Geld kosten. Das würde auch passieren, wenn wir unsere Synchronisation ohne vorherige Einstellungen starten, denn die Software wählt sich automatisch über den Provider ins Internet. Wer einen Tarif hat, bei dem das keine Rolle spielt, kann den folgenden Schritt natürlich überspringen.

Um zu verhindern, dass sich das Handy über den Provider anmeldet, müssen wir die Voreinstellung ändern, welche den Internetzugang für alle Programme auf dem Handy regelt. Klickt dazu auf: Start > Einstellungen > Karteireiter Verbindungen > Verbindungen > Karteireiter Erweitert > Netzwerke auswählen. Dort findet sich oben ein Dropdown-Menü, über das eingestellt werden kann, mit welcher Regel bzw. welchem Verbindungsprofil sich das Handy ins Internet wählen soll. Im Normalfall steht dort ein Kürzel für den eigenen Provider (z.B. O2 DE für o2). Statt diesem wählt man aus dem Menü nun eine Regel aus, die leer ist oder erstellt eine neue, bei der man keine Angaben macht und alle Felder leer lässt.

Als nächstes widmen wir uns ActiveSync. Das ist das Programm, über das der Datenaustausch vorgenommen wird. Ihr erreicht es über: Start > Programme > Connectivity > ActiveSync. Hat man das Handy schonmal mit einem Windows-Rechner verbunden oder es steht in dem nun erschienenen Fenster aus einem anderen Grund schon eine Verbindung drin, so klickt unten auf Menü > Optionen. In einer Baumansicht seht ihr hier die Verbindung, die für den Austausch zwischen Windows-PC und Handy verwendet wird. Entweder ihr nehmt nun die Häkchen bei den Elementen heraus oder klickt unten auf Löschen, um diese Verbindung zu löschen. Das ist nötig, bzw. praktisch, um später Verwirrungen und Doppeleinträge zu verhindern. Liessen wir die Verbindung unverändert und fügen eine weitere hinzu, so würde das Handy gleichzeitig Daten mit Outlook und Google austauschen und es entstünden Doppeleinträge oder man könnte nicht mehr unterscheiden, woher der Eintrag kommt, den man gerade bearbeitet.

Wichtiger Hinweis: Wie im letzten Tutorial beschrieben, ist die Synchronisation von Outlook und Google recht umständlich und besteht größtenteils im erstellen und hochladen von statischen Dateien. Man kann aber auch den „Umweg“ über das Handy gehen, indem man es mit Google synchronisiert, es dann mit dem Outlook-Rechner verbindet und dieses aktualisiert. Das erspart ein wenig Arbeit und geht schneller. Will man es so machen, dann sollte die voreingestellte Verbindung des Handys zu Outlook nicht gelöscht werden, sondern man sollte das Handy (zumindest beim ersten Mal) nur mit einem Dienst synchronisieren und nicht mit gleichzeitigem Zugang zu Outlook und Google.

Ist die voreingestellte Verbindung (zu Outlook) also deaktiviert, erstellen wir eine Neue:
Dazu richtet man eine neue Verbindung ein und gibt als Server-Adresse „m.google.com“ ein. Darunter muss der Haken bei SSL (Verschlüsselung) gesetzt werden und man bestätigt mit einem Kllick auf „weiter“.

Danach sind eure Google-Daten gefordert, im anschließenden Fenster gebt ihr demzufolge eure Login-Daten ein und klickt wiederum auf „weiter“.

Anschließend soll angegeben werden, welche Elemente zwischen dem Handy und Google synchronisiert werden sollen. Die Auswahl ist zwar nicht grade groß, aber das macht die Qual der Wahl weniger schmerzhaft.

Wie man auf dem Screenshot sieht, sind die Aufgaben nicht angeklickt. Zwar ist bei Google ein (rudimentärer) Aufgaben-Planer integriert, der lässt sich allerdings nicht synchronisieren. Das ist auch nicht weiter schlimm, denn Termine und sonstig anstehendes kann man problemlos in den Kalender eintragen, was dann eben mit synchronisiert wird.
Hat man schließlich auf Beenden geklickt, ist das Handy bereit, seine Daten abzugleichen. Die Screenshots oben und eine Beschreibung des Einrichtens stammen übrigens von dieser Google-Hilfeseite.

Die Programme sind nun soweit eingerichtet, jetzt müssen wir dem Handy nur noch ermöglichen, ins Internet zu kommen. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten: entweder ihr verbindet es über ein Datenkabel mit einem PC, der Internetzugang hat oder ihr aktiviert WLAN, wenn ein entsprechender WLAN-Router in der Nähe ist.

Wollt ihr die USB-Verbindung nutzen, so muss auf dem Windows-Rechner allerdings eine Synchronisationsverbindung über das Windows Mobile Gerätecenter (ab Windows Vista) oder ActiveSync (bis Windows XP) eingerichtet sein. Erst dann bedient sich das Handy der Internetverbindung, die ihm über den PC zur Verfügung gestellt wird.

Sobald eine dieser beiden Optionen aktiviert ist, könnt ihr die Synchronisation in ActiveSync starten. Das Programm wird sich nun in die Synchronisationsschnittstelle von Google einklinken und euer Handy mit den Daten abgleichen, die z.B. bei Gmail oder dem Google Kalender hinterlegt sind.

Zu Beachten ist dabei: ist das Handy über die USB-Schnittstelle mit einem Windows-Rechner verbunden, auf dem Outlook installiert und eine entsprechende „Partnerschaft“ eingerichtet ist, so wird das gleichen Handy, PC und Google ihre Daten untereinander alle gleichzeitig ab. Bei unterschiedlich gepflegten Clients kann das beim ersten Mal zu einem gewissen Chaos führen, aber sobald die Daten nochmal überarbeitet wurden, funktioniert das, wie es soll.

Hinweis: Dieser Artikel ist Teil eines Kurses der Vorstellung und Einrichtung eines Workflows, um die eigenen Organizer-Daten über verschiedene Systeme hinweg zu synchronisieren. Eine Übersicht aller Artikel dazu findet sich hier, sowie eine Auflistung der am Workflow beteiligten Hard- und Software.

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