Die Unsterblichen II – Der Antagonist. Produktionstagebuch, Teil 9

Dienstag, 16.09.2009

Die Arbeiten an der Nachproduktion zum Film ziehen sich nun über ein Jahr hin. Viel länger, als ich geglaubt hätte und definitiv länger als ich gehofft hatte. In diesem langen Zeitraum fanden die Arbeiten an der Produktion nur recht vereinzelt statt und wurden daher auch nicht in Form des Produktionstagebuchs vermerkt.

Da sich die Arbeiten nun jedoch wieder stärker konzentrieren, möchte ich das Produktionstagebuch fortführen und mit einem kleinen Rückblick beginnen. Die Dreharbeiten selbst zogen sich über etwas mehr als eine Woche des Oktobers 2007 hin. Ich begann umgehend mit der Digitalisierung des Filmmaterials und stellte schließlich fest, dass noch ein paar Sachen fehlten. Also setzten wir einen Nachdreh im Frühjahr 2008 an.

Dieser beinhaltete den Endkampf zwischen Attalan und Bedingham. Nachdem ich das Material sichtete und zusammen schnitt, kamen wir in einem Meeting zu dem Schluss, dass der meiste Ton, den wir aufgenommen hatten, letztendlich zu schlecht war. Was direkt beim Dreh nicht auffiel, stellte sich heraus, als wir die Tonspuren durch diverse Programme laufen ließen, um sie zu analysieren. Marika schlug schließlich vor, zumindest die Stimmen noch einmal aufzunehmen. Teilweise war zuviel Hall unter den Gesprächen, was die Stimmen immer wieder recht blechern klingen liess. Mir war klar, dass eine Nachsynchronisation viel Zeit in Anspruch nehmen würde, doch letztendlich siegte das Verlangen, die bestmögliche Qualität zu erreichen.

Also nahmen wir die Nachsynchronisation in die Postproduction mit auf. Schnell stellte sich heraus, dass wir den Film komplett nachvertonen würden, was eine Menge Arbeit darstellte. Ich sah mich gezwungen, diese Arbeit aufzuteilen; Marika bekam die Aufgabe, sich um die Musik zu kümmern, was von vornherein geplant war. Lennard kümmerte sich um die Synchronisation und ich selbst übernahm die Soundeffekte. Wie sich herausstellen sollte, war dies die undankbarste Arbeit, bei der man sich leicht von Akribie überrollen lassen konnte.

Das Anfangsproblem bei der Vorbereitung der Synchronisation war, dass wir zwar ein Drehbuch hatten, in dem alle gesprochenen Texte aufgeführt waren, die Schauspieler diese jedoch im Laufe des Drehs variiert hatten. Die Texte aus dem Drehbuch konnten also nicht verwendet werden, weshalb ich mir den Film nochmals vornahm und sämtliche Texte direkt aus dem Film abschrieb. Dies schaffte die Grundlage für die Nachsynchronisation. Anschließend machten wir Termine mit den Schauspielern und ließen sie nacheinander einsprechen.

Die folgenden Herausforderungen waren die Lippensynchrone Platzierung der Tonspuren, sowie die Nachbearbeitung; schließlich sollten die Texte nicht klingen, als wären sie im Studio aufgenommen worden, sondern zum Teil mit Hall versehen sein, falls sich der Sprecher gerade im Freien oder einer Halle aufhält. Letztendlich gelang die Synchronisation recht gut und es waren nur noch wenige Anpassungen notwendig, als die Sprachaufnahmen mit den anderen Tonspuren kombiniert wurden.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s