Die Unsterblichen II – Der Antagonist. Produktionstagebuch, Teil 8

Sonntag, 14.10.

Wieder nur 2 Stunden Schlaf diese Nacht, diesmal im Auto verbracht, denn ich wollte die Sonne beim Aufgehen filmen. Ich bin nicht ganz zufrieden mit dem Sonnenaufgang, vielleicht werde ich das nochmal machen müssen.

Später telefoniere ich umher. An den relativ ungünstigen Bedingungen für diesen Drehtag ändert sich nichts: Lennard, Dennis und Zivi können erst gegen 15 Uhr auf dem Set sein. Ireen sogar erst gegen 18 Uhr – das bedeutet ca. 30 Minuten gutes Tageslicht zum Drehen der letzten Szenen. Das wird verdammt knapp. Das Wetter ist ziemlich gut und so ist die Burg überlaufen von Besuchern. Wir drehen dort dennoch ein paar Einstellungen bevor die anderen kommen und müssen dazu zweitweise unsere Drehorte absperren. Das ist schwierig und stressig, denn dennoch kann jederzeit ein Besucher ins Bild rennen.

Für die Massenszene stehen zwei Drehorte zur Verfügung, wir entscheiden uns für den, abseits der Burg aufgrund der Menschenmassen und weil wir dort mehr Platz zum Agieren haben. Auf dem Weg dorthin erfahre ich, dass ein paar meiner Leute im Stau stecken und es später wird. Ich drehe mit den anderen, was ich kann und lasse sie ihren Text nochmal durchgehen, bis sie da sind. Danach geht es Schlag auf Schlag, denn wir haben keine Zeit zu verlieren. Die Sonne steht bereits tief und verschwindet langsam, während wir die Einstellungen Take für Take wiederholen. Schließlich ist es so dunkel, dass ich durch den Sucher der Kamera nichts mehr erkennen kann – aber dennoch ist nicht alles im Kasten. Panik macht sich breit und wir suchen nach einer Lösung, doch mir ist insgeheim schon klar, dass ich mit dem Material nichts mehr anfangen kann.

Dennoch machen wir weiter, packen in aller Hast unsere Sachen und verlassen den Wald, um noch etwas Licht zu haben. Alle handeln schnell und ohne Murren. Sie stehen hinter mir und warten auf meine Notfallideen. Wir drehen hastig die letzten Einstellungen, den Endkampf sogar im Scheinwerferlicht der Autos, die wir an den Drehort heran gefahren haben. wir prügelten es also durch, aber die Sachen waren nicht zu verwenden. Zumal wir den finalen Endkampf schon in bestem Sonnenschein gedreht hatten, der aber nach den Szenen im Dunkeln stattfinden sollte. Dadurch machte sich Frust unter uns breit und wir mussten sogar die gemütliche Abschlussrunde im Klausenhof absagen. Dafür versprachen mir aber alle Darsteller, die Szene bei einem Nachdreh garantiert durchzuziehen.

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