Die Unsterblichen II – Der Antagonist. Produktionstagebuch, Teil 14

Dienstag, 29. September 2009

Den eigentlichen Film hatte ich vor vielen Monaten auf einem Avid-Schnittsystem geschnitten. Praktisch alle weiteren Ding habe ich mit Adobe Premiere und AfterEffects gemacht. Umso härter war es, nun zu Avid zurück zu kehren. Zwar ist das Programm durchaus gut (ich rede hier von Liquid 6) und zuverlässig, doch es ist auch sperrig. Wenn ich nun vor dem Schnittplatz sitze, frage ich mich manchmal, wie ich das eigentlich durchgehalten habe.

Der Rechner, auf dem das System läuft, ist hoffnungslos veraltet und mit 512MB Arbeitsspeicher deutlich schwach ausgestattet. Sämtliche Veränderungen am Filmmaterial brauchten immer wieder Minuten an Rechenzeit und die Meldung „System ausgelastet“ wurde wieder einmal der stete Begleiter meiner Arbeit. Glücklicherweise waren nicht mehr viele Änderunge nötig, dennoch verursachte das Programm Probleme, die nicht unbedingt hätten sein müssen. Die meisten Überblendungen, zum Beispiel, waren anscheinend für den schwachen Rechner nicht zu meistern und wurden immer wieder fehlerhaft berechnet.

Ich musste also nochmals durch den kompletten Film durch und die meisten Überblendungen ersetzen. im Grunde lief das ganz ordentlich, doch gibt es auch jetzt noch so ein bis zwei Stellen, an denen ich lieber für zwei Sekunden wegschaue, weil es mir nicht gefällt. Ein deutlicher Mangel von Liquid scheint außerdem die Einbindung von Text zu sein. Diesen gibt es eigentlich nur im Intro und bei dem Abspann. die Texteffekte des Intros habe ich mit AfterEffects erstellt und in Liquid als Video integriert. Den Abspann habe ich zuerst mit Premiere erstellt und auf die gleiche Weise integriert, was aber nicht allzu gut aussah. Also habe ich versucht, den Abspann mit Liquid selbst nachzubauen, was möglich ist und gut aussah, doch das entsprechende Werkzeug ist derart rudimentär, dass es sich anfühlte, als müsse man mit einer Nadel eine Skulptur aus einem Stein hauen.

Das Ganze war mir zu unsicher, also kehrte ich wieder zur Implementierung des Premiere-Materials zurück und fand schließlich eine Darstellung, die mir ausreichte. Viel war nun nicht mehr nötig, um den Film fertig zu stellen. Genauer gesagt, eigentlich nur der Export; also das Zusammenbacken des Schnittprojektes zu einem einzigen Video. Hier experimentierte ich viele Stunden lang mit den verschiedensten Einstellungen. Ich wollte auf jeden Fall eine möglichst hochqualitative Version des Films – und sei es nur zu Archivierungs- oder Nachbearbeitungszwecken. Doch der Export als AVI-Video ist immens Speicheraufwändig (10 Sekunden Film entsprechen hier ca. 400MB) und ich verfüge leider nicht über diese Speicherkapazität. Also beschränkte ich mich auf das MPEG2-Format, das die Grundlage für eine DVD bietet. Das muss reichen.

Alles in allem lässt sich wohl sagen, dass die Arbeiten am Schnittplatz abgeschlossen sind. Mein Produktionstagebuch sagt mir, dass ich dort rund 107 Stunden verbracht habe. Das ist nur die Zeit des Schneidens. Vielleicht mache ich mir mal den Spaß und rechne die übrige aufgewendete Zeit aus.

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