Die Unsterblichen II – Der Antagonist. Produktionstagebuch, Teil 11

Donnerstag, 17.09.2009

Im Zuge der Nachbearbeitung kümmerte ich mich nach den Arbeiten am Schnittplatz auch um die Nachvertonung der Geräusche des Films. Wie ich feststellen musste, war dies vermutlich eine der undankbarsten Aufgaben. Insgesamt hat der Film eine Länge von rund 40 Minuten und jede Sekunde musste mit Ton unterlegt sein.

Dazu gehörten zum einen Soundkulissen mit Wald- oder Windgeräuschen, aber auch Innenräume wirken leblos und unrealistisch, wenn es in ihnen vollkommen ruhig ist. Also kreierte ich unter anderem diese Hintergrundstimmungen, die größtenteils sehr subtil sind und kaum auffallen durften. Viel schwieriger waren die zahllosen Geräusche des Films. Da wir letztendlich komplett auf den Originalton verzichten wollten, mussten sämtliche Geräusche nachträglich eingefügt werden. Dazu gehörten unter anderem die Schwert-Geräusche, die ohnehin ergänzt werden mussten, da wir im Film nur LARP-Waffen verwendet hatten, die aus Schaumstoff bestehen.

Dazu gehörten aber auch solch subtile Geräusche wie Gläser, die abgestellt werden, Stoff, der raschelt oder Schritte, die unterlegt werden müssen. Tatsächlich waren die Schritte eine der schwersten Aufgaben, da sie gerade in Räumen stets zu hören sind. Schaut man sich den Film Frame für Frame an, wie ich es getan habe, fällt auf, wie oft die Schauspieler in Bewegung sind und Schritte tun, die nicht immer notwendig gewesen wären, nun aber Beachtung finden müssen. Ich habe also jeden einzelnen Fußtritt mit einem Ton unterlegt, wobei natürlich auch immer darauf geachtet werden muss, über was für einen Boden der Schauspieler gerade geht.

Ebenfalls schwierig war, die zahlreichen Schwert-Geräusche zu unterlegen. Sie mussten realistisch klingen und abwechslungsreich sein – genauso wie Schläge in Gesichter oder gegen andere Körperteile. Mit diesem Aspekt bin ich letztendlich auch nicht ganz zufrieden – hier hätte man sicherlich eine höhere Qualität erreichen können, aber dank der begrenzten Mittel bin ich froh, dass ich dies überhaupt realisieren konnte. Schließlich war es soweit, dass ich die drei Tonprojekte – Musik, Synchronisation und Geräusche – zusammenfügen konnte und so erstmals die Arbeitsversion des Films mit einer Soundkulisse ausstatten konnte.

An dieser Version arbeitete ich nun wieder viele Stunden, um die Sounds gegeneinander abzustimmen und hier und da nachzuarbeiten.

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