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Dein täglich Google: Warum Google wählen?

Neulich wollte ich mich in einem Forum für Fotografie anmelden, wessen Registrierung jedoch meine GMX-Emailadresse ablehnte. Als Vorschlag wurde Googlemail angeführt, also registrierte ich mich kurzerhand bei dem Internetriesen, um fortfahren zu können.

Es gibt auf jede Fall Leute, die das Forum schon deswegen hätten links liegen gelassen. Nicht wegen dem Forum selbst, sondern wegen einer Mailadresse bei Google. Der Branchenführer ist nun einmal weitläufig als Internetkrake bekannt – warum soll ich ihm also meine Daten anvertrauen. Und warum nicht?

Demnach geht es heute um eine Abwägung zwischen dem Guten und dem Bösen. Dem Bösen und dem noch böserem oder geht es gar nicht um eine solche Entscheidung?

Man kann gern behaupten, dass die eigenen Daten unauslöschlich dem Internet anvertraut werden, sobald man sie bei Google eingibt und die damit machen, was sie wollen. Bewiesen ist das nicht und das Gegenteil zu behaupten, wäre wohl auch naiv. Wer propagiert aber am Lautesten gegen den Monarchen des Internets? Oftmals sind es doch die, die sich besonders gut mit dem Internet, seinen Techniken, Dynamiken und den damit verbundenen Konzernen auskennen bzw. auszukennen glauben. Aber sind das nicht auch diejenigen, die gleichzeitig einen Account bei Facebook, Flickr, StudiVZ/MeinVZ, mehreren Messengern, mindestens einem Gaming-Netzwerk und unzähligen Foren haben? Haben die nicht auch eine Emailadresse bei einem – vermutlich kostenlosen – Maildienst und schreiben einen eigenen Blog?

Wer dagegen wettert, dass Google seine Daten gierig fresse, der hat sie höchstwahrscheinlich schon irgend jemand anderem in den Rachen geworfen. Und dann zu behaupten, dass die eigenen Daten beim Konkurrenten sicher wären, ist reine Ignoranz. Sicher, Google hat eine Menge Webanwendungen, über die ich jede Menge persönliche und auch sensible Daten managen kann, wenn ich will. Und niemand kann so recht sagen, wer die außer mir liest. Aber im Gegensatz zu kleineren Anbietern, kann es sich Google vermutlich am Wenigsten leisten, mit den Daten Schindluder zu treiben. Der Konzern ist enorm groß und hat in den meisten Teilen der Welt einen guten Ruf – dies alles und eine große Menge an Jobs würden auf dem Spiel stehen, wenn das Unternehmen einen Fehler beginge.

Falls Google das im Geheimen macht und es niemand weiß, können wir daran nichts ändern. Das können wir aber auch bei niemand anderem sonst. Falls sich Google weiterhin dermaßen in unser Internet-Leben integriert, dass es unbemerkt zu einem essentiellen Bestandteil desselben wird und wir in dieser oder einer anderen Beziehung irgendwann davon abhängig werden, dann ist das die Schuld jedes Einzelnen, der sein Vertrauen oder seine Daten in Googles Hände gegeben hat.

Es bleibt also letztendlich das Risiko jedes Einzelnen und seinem Geschmack überlassen, ob er Google wählt oder jemand anderen. Das ist hier wie in vielen anderen Bereichen. Hauptkritik dagegen wäre also, einer monopolistischen Entwicklung keinen Vorschub zu leisten und aus Google kein zweites Microsoft zu machen (falls es das nicht schon ist). Vertrauensvorschuss gewährleistet die schiere Größe Googles, die ihm zwar Macht verleiht, aber auch an Pflichten bindet. Welchen praktischen Vorteil die Wahl von Googles Diensten hat, werde ich im nächsten Beitrag ausführen.

Hinweis: Dieser Artikel ist Teil eines Kurses der Vorstellung und Einrichtung eines Workflows, um die eigenen Organizer-Daten über verschiedene Systeme hinweg zu synchronisieren. Eine Übersicht aller Artikel dazu findet sich hier, sowie eine Auflistung der am Workflow beteiligten Hard- und Software.

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