Emotional ist immer gut – die „besten “ Teilnehmer von „Deutschland sucht das Supertalent“

Ich schätze, jeder Programmchef eines TV-Senders muss überaus dankbar sein für Formate, wie „Deutschland sucht das Supertalent“. In Youtube-Zeiten stehen die Zuschauer einfach auf Menschen, „wie du und ich“, die sich auf dem Bildschirm präsentieren. Wenn man das noch mit einer großen Show aufpeppen kann – umso besser.

Und genau im Punkt „aufpeppen“ kann man ja so viel tun. Vorhin habe ich die Wiederholung des 2. Halbfinales gesehen. Dabei war eine Frau, Petruta Küpper, mit einer Panflöte, die unheimlich gut ankam, obwohl sie „nur“ eine sehr zielriche Melodie spielte. Was dafür sehr gut ankam, war ihre Emotionalität und Rührung. Eine Teilnehmerin mit sozialem (familiären) Engagement und einer tragischen Hintergrund-Story – ein gefundenes Fressen! Und so nutzten die Produzenten der Sendung ihre Chance, die beiden Schwestern der Teilnehmerin aus Rumänien in die Show zu holen, die sie schon lange nicht mehr gesehen hatte.

Umd Emotionen ziehen auch verdammt gut beim Publikum. Zum Schluß stand die Entscheidung zwischen ihr und zwei sehr begabten Artisten, ins Finale zu kommen. Ich persönlich hätte die Artisten gewählt. Deren Performance war ausgeklügelt und abwechslungsreich, wenn man bedenkt, wie kurz ihre Auftrittszeit bemessen ist. Aber es hat mich auch nicht verwundert, dass dennoch Petrutka gewonnen hat – ein zu Tränen gerührtes Frauengesicht ist quotentechnisch wohl immer noch mehr Wert als zwei jubelnde und goldgefärbte Männer.

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